»Heimat shoppen«: Einzelhändler machen auf sich aufmerksam
Das Geld im Ort ausgeben

Harsewinkel (WB). Die Kaufkraft im Ort halten wollen die heimischen Gewerbetreibenden. Mit Hilfe der Aktion »Heimat shoppen« sollen die Kunden animiert werden, ihre Einkäufe so weit es geht in Harsewinkel zu tätigen.

Samstag, 07.09.2019, 03:00 Uhr
Sie wollen die Kunden animieren, vor Ort zu kaufen (von links): Marco Rieso (IHK), Reinhold Everding (LVM Versicherung), Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Toppmöller, Chris Brentrup (Bettenhaus Brentrup), Bodo Heinringhoff (Modehaus Horsthemke), Bernhard Brockmann (Foto-Paradies), Wirtschaftförderer Markus Wiegert, Versicherungsmakler Markus Kiffmeier und Harald Richter (Euronics P.A. Richter). Foto: Stefanie Winkelkötter

Harald Richter, Inhaber von Euronics P.A. Richter, ist bei einem Besuch des Stadtfestes in Melle auf die Aktion »Heimat shoppen« gestoßen. Die Idee stammt ursprünglich vom Niederrhein und ist unter dem Dach der Industrie- und Handelskammer (IHK) beheimatet. Mit dem Slogan »Heimat shoppen« soll die Bedeutung lokaler Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister für die Stadt herausgestellt werden. Denn sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Lebensqualität.

Im kommenden Jahr ans Spökenkieker-Stadtfest angedockt

Richter trug die Idee, sich zu beteiligen, in die City-Werkstadt von Verkehrsverein und Stadt. Wirtschaftförderer Markus Wiegert stellte einen Kontakt zur IHK Ostwestfalen her, und schon war Harsewinkel dabei. Dabei geht es nicht nur um den Einkauf für den täglichen Bedarf, sondern um ein richtiges Shoppingerlebnis.

Mit speziellen Aktionstagen machen die Händler im Normalfall gesondert auf sich aufmerksam – in diesem Jahr sind diese für Freitag und Samstag, 13. und 14. September, vorgesehen. Weil die heimischen Mitstreiter aber so kurzfristig dazugestoßen sind, konnten für dieses Jahr noch keine speziellen Maßnahmen geplant werden, im nächsten Jahr soll die Aktion ans Spökenkieker-Stadtfest angedockt werden. »Wir schmücken aber die Stadt«, erklärt Bernhard Brockmann vom Foto-Paradies, einer der beiden stellvertretenden Gewerbevereins-Vorsitzenden.

Ohne Gewerbe kein Weinfest, kein Weihnachtsmarkt, kein Lichterabend

40 Flaggen haben Karl-Heinz Toppmöller, als Ortsheimatpfleger auch Mitglied der City-Werkstatt, und seine Kollegen vom Bauhof bereits in der Innenstadt aufgehängt. Dazu kommen zahlreiche aufstellbare Fähnchen, auf denen die Gründe für die Aktion zu lesen sind: »Heimat shoppen macht Städte lebendig«, »Heimat shoppen stärkt unsere Stadt«, »Heimat shoppen sichert Arbeitsplätze«, »Heimat shoppen schont unser Klima«. Mit anderen Worten: Wer vor Ort einkauft, sichert nicht nur Einzelhandel und Gastronomie samt ihrer Arbeits- und Ausbildungsplätze, sondern auch Veranstaltungen wie in Harsewinkel das Weinfest, den Weihnachtsmarkt oder den am 8. November anstehenden Lichterabend, schont das Klima, weil er nicht kilometerweit fahren oder einen Paketdienst beauftragen muss, der die im Internet getätigten Einkäufe liefert. »Es geht um jeden einzelnen Kunden«, betont Versicherungsmakler Markus Kiffmeier.

Unterdessen kündigt sich allerdings ein neuer Leerstand an: Das Geschäft Schuhwerk bei Cordes hat einen Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe gestartet. »Ein guter Laden mit Schuhen, Kleidung und Accessoires. Schade, dass es dort nicht weitergeht«, bedauert Wirtschaftsförderer Wiegert.

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