Altes Freibad wird saniert – Gesamtkosten: 4,7 Millionen Euro
Spatenstich am Beckenrand

Harsewinkel (WB). Nur die große, in die Jahre gekommene Bahnhofsuhr soll die Komplettsanierung des Freibades überstehen. Ein Symbol für die längst vergangene Zeit und für die schönen Erinnerungen, die bleiben, wenn bald die Bagger loslegen.

Mittwoch, 04.09.2019, 05:15 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 05:20 Uhr
Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (59, gelber Pulli) hat am Dienstag im Beisein von Ratsvertretern, Mitarbeitern der Verwaltung und Architekt Philip Keinemann (36, 2. von rechts) mit dem symbolischen Spatenstich das Startsignal gegeben. Foto: Carsten Borgmeier

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) hat den ersten Spatenstich als Startsignal der 4,7 Millionen Euro teuren Modernisierung vorgenommen.

Und bevor die neue Rutsche, der Strömungskanal, die Edelstahl-Becken, die Wellen-Liegen, die Kletterwand, die Beregnungsanlage auf dem Freibadgelände ihren Platz finden, blickt die Bürgermeisterin nochmal zur Uhr. »Generationen von Freibadbesuchern haben auf diese Uhr geschaut, wenn Bademeister Huster ausgerufen hat, dass ab 18 Uhr alle Kinder unter 14 Jahren das Bad verlassen müssen«, erinnert sie sich.

Fast 1,8 Millionen Euro kommen vom Bund

Das Bad, welches nun weitgehend abgebrochen wird, war vor ziemlich genau 60 Jahren gebaut worden. Auch damals sei um den 5. September der erste Spatenstich gesetzt worden, berichtet die Bürgermeisterin. Ein Jahr dauerte die Bauphase – am 4. September 1960 wurde das Freibad eröffnet. »Für nur ein paar Tage in der ersten Saison«, sagt sie. Das soll jetzt aber anders laufen.

Die nun beginnende Freibadsanierung hat einen langen Vorlauf gehabt. Der ursprüngliche Plan, jetzt bereits fertig zu sein, verzögerte sich durch die noch ausstehende Freigabe der finanziellen Mittel durch die Oberfinanzdirektion Münster. So konnten die Ausschreibungen erst später erfolgen – ein Jahr später. Auch auf die Fördergeldzusage vom Bund (1,755 Millionen Euro), musste noch gewartet werden.

Zur Saison 2020 soll alles fertig sein

Ferner war die Abstimmung der Pläne langwieriger als gedacht. Nun endlich, da sich alle einig sind, geht es los: Christoph Dammann (Leiter der Fachgruppe Tiefbau/Städtische Betriebe) leitet das Projekt.

Der Plan sieht vor, die Freibadsaison 2020 schon mitnehmen zu können. Der Abbruch großer Teile der alten Bausubstanz soll in etwa zwei bis drei Wochen beginnen können, hieß es am Dienstagnachmittag. Zuvor müssten noch Farben in den Becken abgetragen werden, die im normalen Bauschutt nichts zu suchen hätten, erklärte Abbruch-Unternehmer Norbert Loddemann (55).

Das Teuerste an der Sanierung sind die Edelstahlbecken für 1,2 Millionen Euro. Der Rest gestaltet sich folgendermaßen: Strömungskanal (65.000 Euro); Rutsche (60.000 Euro); Tribüne aus Holz (75.000 Euro); Wave-Liegen (28.000 Euro); Matsch- und Trockenspielplatz (25.000 Euro); Beckenumgang (20.000 Euro); Wasserpilz (15.000 Euro); Rampen in die Becken zwecks Barrierefreiheit (40.000 Euro); barrierefreier Umbau des Eingangs (51.000 Euro); Sanierung Umkleiden (391.000 Euro); Infrastruktur für Veranstaltungen auf der Liegewiese (58.000 Euro); Kletterwand (98.000 Euro); Beregnungsanlage (40.000 Euro); Beleuchtungselemente wie Boden- und Stufenstrahler (40.000 Euro).

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