Verzögerung am Prozessionsweg wegen Aldi-Klage – Middeln-Erschließung ab Montag
Neues Baugebiet lässt auf sich warten

Harsewinkel (WB). Der Kindergarten Bullerbü am Prozessionsweg ist längst bezogen. Beim benachbarten Neubaugebiet allerdings tut sich nichts. Die Planungen sind ins Stocken geraten. Grund ist die Klage des Discounters Aldi.

Sonntag, 05.05.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 09:00 Uhr
Foto: Stefanie Winkelkötter

Bekanntlich will der Discounter sich vergrößern, am liebsten den gesamten Markt abreißen und größer wieder aufbauen. Der Kreis hat dies abgelehnt, daher hat Aldi im Februar des vergangenen Jahres eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Minden eingereicht. Doch auch dort scheint das Verfahren ins Stocken geraten zu sein. »Die Kammer wartet noch auf Unterlagen«, sagte am Freitag Pressedezernentin Vivienne Bock auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Darüber hinaus wechselt demnächst der Dezernatsleiter, weil der bislang zuständige Richter in den Ruhestand eintritt. Ein Nachfolger muss sich erst in den Fall einarbeiten. Heißt: Wann eine Entscheidung fällt, ist noch völlig offen, in diesem Jahr ist vermutlich nicht mehr damit zu rechnen.

Erschließung Auf den Middeln startet Montag

Aldi jedenfalls hält an seinen Plänen fest, wie die Pressestelle auf Nachfrage mitteilte. Und damit hängt die Stadt Harsewinkel in der Luft. »Es macht für uns wenig Sinn, ein Planverfahren einzuleiten, wenn wir nicht wissen, was mit Aldi passiert«, erklärt Stadtplaner Reinhard Pawel. »Das müssen wir erst abwarten.« Laut ursprünglicher Planung sollen dort zwölf Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sowie drei bis vier Grundstücke für Mehrfamilienhäuser ausgewiesen werden.

Weiter ist man dagegen schon mit Blick auf das Baugebiet »Westlich der Steinhäger Straße«. Dort beginnt die Stadt am Montag mit der Erschließung. »In dem ersten Bauabschnitt werden Regen- und Schmutzwasserkanäle, sowie eine Wasserleitung verlegt und Straßenbauarbeiten durchgeführt. Der Bauabschnitt beschränkt sich ausschließlich auf den Bereich der vorhandenen Straße Auf den Middeln«, teilte Christoph Dammann, Leiter der Fachgruppe Tiefbau, mit. Ein Teilabschnitt der Straße Auf den Middeln wird für die Bauarbeiten vollständig gesperrt, der erste Bauabschnitt soll bis Ende Juli fertig sein. Auch mit Blick auf dieses Baugebiet läuft noch eine Klage – in diesem Fall von Anwohnern gegen die Stadt.

Pläne fürs Neubaugebiet Olden Hof werden bald vorgestellt

Zuständig ist hier das Oberverwaltungsgericht Münster. Stadtplaner Reinhard Pawel: »Bevor wir die Grundstücke verkaufen, warten wir das Urteil des Gerichts ab. Wir beginnen jetzt mit der Straße. Die Fläche werden wir nie brach liegen lassen, daher werden wir diese Straße sicher brauchen.«

Pläne für das Neubaugebiet Olden Hof will Pawel in Kürze der Politik vorstellen. Dort, an der Oesterweger Straße, wird das Verfahren also bald konkret. Ursprünglich war vorgesehen, 45 Einfamilien- und sechs Mehrfamilienhäuser vorzusehen. Weil ein benachbarter Landwirt aber nun noch Fläche verkaufen will, wird das Neubaugebiet noch größer als zunächst angenommen.

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