Bundessieger »Klickwinkel«: Achtklässler in Berlin ausgezeichnet
Der richtige Dreh

Harsewinkel (WB). Mit einem derartigen Erfolg hat niemand gerechnet: Schüler des Gymnasiums haben bei einem bundesweiten Videowettbewerb Rang eins belegt.

Mittwoch, 03.04.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 08:50 Uhr
Sie freuen sich über den Bundessieg beim Videowettbewerb »Klickwinkel« der Vodafone Stiftung: (von links) Emma Zibert, Maya Krämer, Beate Kirk, Lena Boldt, Ida Hennemann und Vanilla Viola Tophinke vom Gymnasium. Foto: Gabriele Grund

Lena Boldt, Ida Hennemann, Maya Krämer, Vanilla Viola Tophinke und Emma Zibert aus der 8. Klasse hatten sich für »Klickwinkel«, ein Wettbewerb der Vodafone Stiftung in der Kategorie »Digitale Medien an Schulen« angemeldet – mit Erfolg.

Ein Hauch von Hollywood bei der Preisverleihung

Insgesamt haben sich 17 Schüler aus den Klassen 8a und 8b, eingeteilt in vier Gruppen, vom Harsewinkeler Gymnasium mit Videobeiträgen, wie »Bienensterben«, »Rehauffangstation«, »Gewalt in der Schule« und »Handynutzung in Schulen« an dem Wettstreit beworben. Drei Teams schafften es unter die »Besten zehn«, ein Team wurde Bundessieger. Kunstlehrerin Beate Kirk, die die Idee zur Teilnahme hatte, ist mächtig stolz auf die »Filmemacher«. Bei der Preisverleihung voriges Wochenende im Internationalen Theater in Berlin erlebten die Gymnasiasten sogar einen Hauch von Hollywood, denn für alle Preisträger war der rote Teppich ausgerollt.

Insgesamt fünf Schülerteams aus Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind die Gewinner. Darunter auch die Harsewinkeler Gymnasiasten.  Sie haben sich in Unterricht und in ihrer Freizeit nicht nur mit der digitalen Welt, rund um Fake News und soziale Netzwerke beschäftigt, sondern auch mit Algorithmen, Filterblasen, Recherche, Film- und Schnitttechniken, um daraus möglichst professionell Filmbeiträge zu konzipieren.

Sechs Wochen Arbeit im Kunstunterricht

Diese wurden nach sechs Wochen Arbeit im Kunstunterricht Ende Oktober eingereicht. Lena Boldt, Ida Hennemann, Maya Krämer, Vanilla Viola Tophinke und Emma Zibert haben dabei die »Handynutzung in Schulen« zum Schwerpunkt gemacht. Mit Interviewpartnern, wie Versicherungsmakler Markus Kiffmeyer und der Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide aber auch Schulkameraden beleuchteten sie Pro und Contra der schulischen Handynutzung und verwebten diese Erkenntnisse mit Meinungen und Ansichten der Befragten.

Die Handynutzung während des Unterrichts ist sicherlich gut, wenn man was für den Unterricht recherchieren möchte.

Emma Zibert

»Wir wollten mit unserem Film Vor- und Nachteile von Handynutzung an Schulen thematisieren, aber auch erreichen, dass sich Menschen ihre eigenen Meinung bilden«, erklärt Lena Boldt im Nachgang. Das hat Emma Zibert getan: »Die Handynutzung während des Unterrichts ist sicherlich gut, wenn man was für den Unterricht recherchieren möchte. Aber soziale Netzwerke oder Chats haben nichts im Unterricht verloren«. Nach dem Schnitt des Videomaterials durch Vanilla Viola Tophinke fand das Tape mit all den anderen Einsendungen schließlich seinen Weg auf den Tisch der aus sechs Medienmachern wie Dunja Hayali,  Daniel Budiman, Mirko Drotschmann, Moritz Müller-Wirth, Sophie Passmann und Eva Schulz bestehenden Jury. 

Und weil denen das überwiegend mit dem Handy gedrehte Video von Lena Boldt, Ida Hennemann, Maya Krämer, Vanilla Viola Tophinke und Emma Zibert mit den Interviews, den Schnitten und Meinungen besonders gut gefallen hat, wurden sie zu Bundessiegern erklärt und nach Berlin eingeladen.

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