Party-Kultband gibt vor einem großen Publikum ihr letztes Konzert
Liebeserklärung an die Landeier

Harsewinkel (WB).  Das war’s: Nach 19 Jahren, mehr als 1000 Bühnenshows und 100.000 unfallfreien Kilometern Fahrtstrecke ist seit Sonntag Schluss bei den Landeiern.

Dienstag, 05.03.2019, 07:00 Uhr
Die Harsewinkeler Landeier haben am Sonntag in Harsewinkel ihr letztes Konzert gegeben. Nach 19 Jahren haben sie ihre Auflösung beschlossen, um sich mehr dem Beruf, den Familien und der Freizeit widmen zu können. Foto: Gabriele Grund

Die weit über die Grenzen von Westfalen hinaus erfolgreiche und bekannte Partyband hat sich nach dem Straßenkarneval auf dem Alten Markt mit einem emotionalen Open-Air-Konzert von den Fans verabschiedet. Andreas Hanhart, Norbert Fechtelkord, Stefan Kiffmeier und Dominik Klima gaben alles. Ebenfalls dabei waren die Musiker der ersten Stunde, Thorsten Vorjohann und Paul Kornfeld, der 2000 die Idee hatte, sich mit sechs Musikern an der »Närrischen Hitparade« vom WDR zu beteiligen.

»Wir hören auf, weil es derzeit am Schönsten ist. Wir haben eine Menge erreicht und hatten eine tolle und unvergesslich Zeit«, sagte Andreas Hanhart. Wichtig ist den Landeiern zu betonen, dass sie, wie zuletzt Gerüchte die Runde machten, nicht im Streit auseinander gehen. Man wolle weiter die Freundschaft pflegen. Denkbar wäre vielleicht eine KeK, »Kameradschaft ehemaliger Karnevalisten«, meint Andy Hanhart schmunzelnd.

Los ging’s mit »Karneval im Bullenstall«

Niemand hätte auch nur einen Cent darauf verwettet, dass die Landeier mit ihrem ersten, innerhalb kurzer Zeit komponierten Agrarpopsong »Karneval im Bullenstall« im November 2000 so einen Senkrechtstart erleben würden. Der WDR lud die Truppe Anfang 2001 ein und die Landeier marschierten nicht nur direkt ins Finale, sondern wurden auch Gesamtsieger der Hitparade. Ihre fröhlichen Lieder und sympathische Ausstrahlung begeisterten. Nur zweieinhalb Jahre nach ihrer Gründung waren sie bereits zweimaliger Gesamtsieger der »Närrischen Hitparade«, denn auch 2003 gewann das Sextett, als erste Band überhaupt, zum zweiten Mal. Ihre Karriere nahm Fahrt auf. Jeder wollte mit den Landeiern feiern. Sie wurden als Vorband für die »Black Fööss« engagiert und wurden Sieger des Schlagerwettbewerbes vom Bund Westfälischer Karneval im Sommer 2003.

Mit dem Partybus nach Moskau

Mit Ohrwürmern wie »Die Mädchen aus Harsewinkel« (2001), »Ick kann da nix an dohn« (2003), »Halt das Känguru fest« (2005), »Danz op de Deel« (2006) »Eigelb zu hell« (2007), »Bella Bella Marie« (2008), »Hoorido« (2010), dem Fotolied (2011), »Mein Westfalenland« (2015), dem »Partybus nach Moskau« (2016) und dem 2003 veröffentlichen Feuerwehrlied begeistern die Landeier im Laufe der Jahre Millionen Fernsehzuschauer und Radiohörer sowie hunderttausende Fans vor den Bühnen.

2009 schied Paul Kornfeld aus der Band aus, 2015 verließ Thorsten »Stümpel« Vorjohann die Truppe. Andreas Hanhart, Norbert Fechtelkord, Stefan Kiffmeier und Dominik Klima tourten zu viert durch die Lande.

Einen großen Dank zollten sie beim Abschied auch Tim Meergans, der von der ersten Stunde als Techniker bei allen Auftritten dabei war.

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