Gebäude an der Abt-Bernhard-Straße wird umgebaut
Wohnungen statt Sauna

Marienfeld (sw). Schon vor mehr als zehn Jahren sind im früheren Saunapark an der Abt-Bernhard-Straße die Lichter ausgegangen. Nun soll das Gebäude umgebaut werden. Antragsteller ist die Hoteliersfamilie Frie, die den früheren Saunapark in ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen und vier Apartments umbauen möchte.

Freitag, 08.02.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 09:00 Uhr
Der frühere Saunapark in Marienfeld soll zu sieben Wohnungen und vier Apartments umgebaut werden. Foto: Stefanie Winkelkötter

Die Fries planen, in dem Gebäude unter anderem Mitarbeiter aus der Hotel-Residence Klosterpforte unterzubringen, Teile aber auch zu vermieten. »Die Anwohner der Abt-Bernhard-Straße sind froh, wenn das Thema Saunabetrieb vom Tisch ist, denn es gab schon immer viele Probleme aufgrund der an- und abfahrenden Autos«, kommentierte Dieter Ber­heide (CDU) im Planungs- und Bauausschuss. Auch Johannes Sieweke (UWG) sah keinen Grund, das Bauvorhaben zu stoppen: »Der Antragsteller wird das vernünftig umsetzen, ich habe keinerlei Bauchschmerzen.« Die Politiker nickten die Umbaupläne am Ende einstimmig ab.

Zusätzliches Einfamilienhaus

Stadtplaner Reinhard Pawel erklärte, dass es Wunsch der Antragsteller-Familie sei, auf dem benachbarten Grundstück, das bislang zum Parken genutzt wurde, zusätzlich ein Einfamilienhaus zu bauen. »Eigentlich sieht der Bebauungsplan hier keine Möglichkeit für den Bau eines Einfamilienhauses vor, der Bereich war komplett abgestimmt auf die Saunanutzung und bietet 32 Stellplätze.« Aber zu seiner eigenen Überraschung habe der Kreis Gütersloh dem Bauvorhaben zugestimmt, so dass er, Pawel, davon ausgehe, dass dieses auch umgesetzt werden könne.

31 Jahre lang ist im Saunapark an der Abt-Bernhard-Straße geschwitzt worden. Die Einrichtung florierte vor allem in den 70er, 80er und 90er Jahren. Im Jahr 1994 übernahm Familie Boden den Saunapark, im Jahr 2008 wurde er geschlossen.

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