Holzmanufaktur soll in den Räumen der Gesamtschule entstehen
Klassenraum wird zur Werkstatt

Harsewinkel (WB). Sie wollen die Jugendlichen auf den Geschmack bringen: Die Arbeit mit Holz ist toll und ein ausgelernter Tischler verdient sehr gutes Geld. Im Handwerk gibt es den Fachkräftemangel, in der Gesamtschule bald eine Holzmanufaktur.

Dienstag, 05.02.2019, 09:15 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 09:30 Uhr
Als Ergänzung zur Außenwerkstatt möchte die Gesamtschule Harsewinkel nun eine Holzmanufaktur ins Leben rufen. Mit entsprechenden Kooperationspartnern können Schüler dort ihre Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzverarbeitung beginnen. Foto: Wolfgang Wotke

In dieser können die Schüler dann schon mal die ersten Kontakte zum Handwerk knüpfen und später auch dort – in Verbindung mit Betrieben und Berufsschule – eine Ausbildung beginnen. Alles was es dazu braucht sind zwei weitere Räume in der Gesamtschule – die bereits leer stehen, gute Kooperationspartner und einen pfiffigen Schulleiter nebst Didaktischem Leiter der Schule. Los gehen könnte das Projekt dann im Schuljahr 2019/2020 und die Stadt Harsewinkel hätte keine zusätzlichen Kosten zu stemmen. Sie muss lediglich die Räume für die Holzmanufaktur freigeben – dieses erhoffen sich die Projektentwickler vom Schul-, Kultur- und Sportausschuss, der diesen Mittwoch tagt.

Im Handwerk Karriere machen

»Die Holzmanufaktur wird künftig als wichtige Ergänzung des Berufsorientierungs- und berufsvorbereitungsangebotes unserer Schule fungieren. Hierbei unterstützt es folgende bestehende Komponenten: das Langzeitpraktikum in der Pflege der Klasse 10 im St. Hildegard und das Langzeitpraktikum Handwerk der Klasse 10 in der Außenwerkstatt«, erklärt Schulleiter der Gesamtschule Andreas Stork. Entstehen kann das Ganze durch die Gründung des Vereins »Holzmanufaktur e.V.«, deren pädagogischer Leiter Dr. Wolfgang Strotmann und Vorsitzender Thorsten Kinner ist. Und natürlich durch Kooperationspartner, die bereit sind, die Schüler, die im ersten Jahr in der Manufaktur ihre Ausbildung beginnen, im zweiten und dritten Lehrjahr weiterzubilden – wie da wären: Tischlerei Johannsmann, Nordemann, Keuper, Lüffe-Baak, Disselkamp, Gronau und für den schulischen Teil das Kerschensteiner-Förderberufskolleg in Bielefeld.

Eigens ein Verein wird gegründet

Der Plan ist, dass »potenzielle Schüler in der neunten Klasse in einem Betrieb durch ein Praktikum vorbereitet werden, dann in der Außenwerkstatt ein eintägiges Langzeitpraktikum im Bereich Holz durchlaufen, um schließlich eine theoriereduzierte duale Ausbildung bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) zu beginnen«, erklärt Stork, dass die FAW der Träger des Projektes ist und alle finanziellen Verantwortlichkeiten der Ausbildung übernimmt. Diese Ausbildung ist vor allem für Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gedacht.

Die Holzmanufaktur kann natürlich im Schulalltag auch von Grundschülern genutzt werden. Möglich ist dort vieles – wenn der Schulausschuss grünes Licht gibt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6370151?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730032%2F
Hart, aber unvermeidbar
Auch im Sport gelten von Montag an extreme Einschränkungen. Foto: Klaus Münstermann
Nachrichten-Ticker