Mitglieder des Vogelschutz- und Zuchtvereins Harsewinkel sind fassungslos
16 Nistkästen aus Wald gestohlen

Harsewinkel (WB). Wo einst traute Eigenheime für Amsel, Meise, Fink und Star hingen, rangen nur noch Nägel aus den Stämmen. Dieter Birwe und Heinz Quiel vom Vogelschutz- und Zuchtverein Harsewinkel sind immer noch fassungslos. Unbekannte haben 16 vereinseigene Nistkästen aus einem Waldgebiet gestohlen.

Sonntag, 03.02.2019, 13:27 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 16:42 Uhr
»Warum klaut jemand Nistkästen?« Dieter Birwe und Heinz Quiel vom Vogelschutz- und Zuchtverein Harsewinkel beklagen den Verlust von 16 Brutkästen. Foto: Gabriele Grund

»Als wir im Dezember zwecks Kontrolle und Reinigung der Kästen in das Waldgebiet an der Kölkebecker Straße gingen, mussten wir feststellen, dass insgesamt 16 Nistkästen verschwunden waren«, so Dieter Birwe. Noch immer ungläubig zeigt Heinz Quiel einen Nistkastenbelegungsplan. Hier sind akribisch alle Bäume verzeichnet, an denen in rund drei Meter Höhe die Nistkästen aufgehängt wurden. Bei den meisten ist jetzt nur noch ein Nagel sichtbar.

30 Euro kostet eine aus Holzbeton hergestellte Bruthöhle

Insgesamt 250 Nistkästen betreuen die Mitglieder des Vogelschutz- und Zuchtvereins Harsewinkel im Rahmen ihrer Naturschutzaktion in und um Harsewinkel, Marienfeld und Greffen. In regelmäßigen Routinegängen sorgen sie durch Reinigungen dafür, dass sich keine Parasiten in den Behausungen einnisten.

»Es kann schon mal passieren, dass durch Sturm oder entwurzelte Bäume Kästen zu Boden fallen und kaputt gehen. Im Durchschnitt sind das jährlich zwischen zwei und vier Kästen, die wir ersetzen müssen«, berichtet Heinz Quiel. Rund 30 Euro kostet eine aus Holzbeton hergestellte Bruthöhle.

Durch den Diebstahl ist dem Verein ein Schaden von 480 Euro entstanden. »Wir haben den Fall der Polizei gemeldet und hoffen nun, dass die 30 x 18 Zentimeter großen Kästen vielleicht wieder irgendwo auftauchen«, so Dieter Birwe.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6366324?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730032%2F
Auch NRW-Regionen als Standort für Atommüll-Endlager geeignet
Symbolfoto. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker