Astrid-Lindgren-Schule legt Blumenwiese im Michel-Vauthrin-Park an Damit Bienchen weiter fliegen

Harsewinkel (WB). Alle wollen den Bienchen und anderen Insekten helfen und neue Lebensräume für sie schaffen. Die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule haben am Freitag eine neue Wildblumenwiese angelegt.

Von Stefanie Winkelkötter
Wollen den Insekten helfen (vorne, von links): Mike, Lara, Theo, Eufimia, Louisa, Johanna, Luisa, (Mitte, von links), Marie, Jayden, Neo, Ekrem, Janice, Marina und Sara sowie (hinten, von links) Martin Hortmann (Sparkasse), OGGS-Leiterin Monika Schwenke, Umweltberater Guido Linnemann, Initiatorin Maria Abeck-Brandes, Schulleiter Detlev Flottmann und Imker Theo Brockmeyer.
Wollen den Insekten helfen (vorne, von links): Mike, Lara, Theo, Eufimia, Louisa, Johanna, Luisa, (Mitte, von links), Marie, Jayden, Neo, Ekrem, Janice, Marina und Sara sowie (hinten, von links) Martin Hortmann (Sparkasse), OGGS-Leiterin Monika Schwenke, Umweltberater Guido Linnemann, Initiatorin Maria Abeck-Brandes, Schulleiter Detlev Flottmann und Imker Theo Brockmeyer. Foto: Stefanie Winkelkötter

Im Michel-Vauthrin-Park, zur Rincklakestraße hin, wird es demnächst kräftig blühen. Auf 250 Quadratmetern städtischer Fläche haben die Jungen und Mädchen Blumensamen ausgestreut und später festgewalzt. Etwa 30 verschiedene Sorten Wildblumen, die auch in diesen Breitengraden gut wachsen und gedeihen, sollen dort demnächst für ein buntes Bild sorgen und heimischen Insekten wie Wildbienen, Käfern und Schmetterlingen Nahrung bieten. Die Fläche vorbereitet hatte ein Landwirt, indem er die Grasnarbe abtrug – sonst könnten die Samen nicht keimen.

In drei bis vier Wochen sind die ersten Pflanzen zu sehen

Die Idee zu der Aktion hatte Maria Abeck-Brandes, Mitglied der Lokalen Agenda »Umwelt« und ehemalige Biologie-Lehrerin der Astrid-Lindgren-Schule. »Das Thema Wildbienen bewegt mich seit vielen Jahren«, berichtet sie. Sie hat im offenen Ganztag der Astrid-Lindgren-Schule eine Natur-Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, in der sie Kinder für ihre Umwelt und alles, was dazu gehört, sensibilisieren will. »Alles, was von oben kommt, kommt bei den Kindern gar nicht an«, weiß die Umweltfreundin.

Mit der Natur-AG möchte sie die nun eingesäte Fläche auch künftig begleiten. »Wenn das Wetter mitspielt, wird man in drei, vier Wochen die ersten Pflanzen sehen«, hofft Abeck-Brandes. Das Saatgut hatte die Stadt zur Verfügung gestellt, Umweltberater Guido Linnemann und Imker Theo Brockmeyer begleiteten die Aktion am Freitag, die Sparkasse spendete passend zum Thema viel Infomaterial, verpackt im »Bienenkoffer für Grundschulkinder«.

Jeder Schüler hat ein Samentütchen erhalten

Maria Abeck-Brandes war und ist auch noch an anderer Stelle aktiv. Sie hat gemeinsam mit den fleißigen Nachwuchsgärtnern direkt an der Astrid-Lindgren-Schule eine Fläche bearbeitet und Wildblumen gesät. Außerdem hat jeder Schüler ein Samentütchen für zuhause geschenkt bekommen, so dass er im eigenen Garten auch noch etwas Gutes für die heimischen Insekten tun kann.

Apropos etwas für die Insekten tun: Die Wiese am Kuhteich in Marienfeld soll in der nächsten oder übernächsten Woche mit Wildblumensamen eingesät werden, sagt Umweltberater Linnemann. »Die Fläche ist vorbereitet, wir warten auf das Saatgut.« Weil das Thema Insektensterben aktuell so präsent sei, komme der Hersteller des Saatgutes mit der Lieferung kaum hinterher.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.