Planung bis zu den Sommerferien 36 Bauplätze stehen bald zur Verfügung

Marienfeld (WB). Den Bebauungsplan für das Neubaugebiet zwischen Wadenhardstraße und Am krummen Timpen haben die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses bei einer Gegenstimme von den Grünen auf den Weg gebracht. Der Bebauungsplan wird im so genannten beschleunigten Verfahren aufgestellt. Wenn alles klappt, könnte die Planung bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein.

Von Stefanie Winkelkötter
Noch werden die drei Hektar Am krummen Timpen als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Bald werden Bauplätze ausgewiesen.
Noch werden die drei Hektar Am krummen Timpen als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Bald werden Bauplätze ausgewiesen. Foto: Stefanie Winkelkötter

Stadtplanerin Maren Dinter aus dem Rheda-Wiedenbrücker Planungsbüro Tischmann Schrooten stellte die Planung vor. Auf der aktuell landwirtschaftlich genutzten, drei Hektar großen Fläche sollen Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und auch Mehrfamilienhäuser entstehen. »Etwa 36 Bauplätze mit maximal 85 Wohneinheiten sind vorgesehen«, sagte Dinter.

Erschlossen wird das neue Wohngebiet über zwei Straßen von der Wadenhardstraße und vom Krummen Timpen aus. Beide Erschließungsstraßen münden in einen Wendehammer, so dass auch große Fahrzeuge wie die Müllabfuhr problemlos wenden können. Unterhalb der durch das Gebiet führenden Hochspannungsleitung entsteht eine öffentliche Grünfläche, dort sollen auch Maßnahmen zur Regenrückhaltung zum Tragen kommen.

Gebäude müssen 15 Meter Abstand zur Wadenhardstraße haben

Aus Schallschutzgründen müssen die Gebäude zur Wadenhard­straße hin mit 15 Metern Abstand zur Fahrbahn gebaut werden. Stadtplanerin Dinter schlug vor, auf diesen 15 Metern Parkplätze anzulegen. Zur Wadenhardstraße hin sollen zweigeschossige Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Zum krummen Timpen hin können Einzel- und Doppelhäuser entstehen. »Ziel ist eine Eineinhalbgeschossigkeit, um die Bebauung an die vorhandenen Häuser anzupassen«, erklärte Dinter. Im übrigen Gebiet können maximal zweigeschossige Einzel- oder Doppelhäuser entstehen.

Den von der Stadt vorgesehenen Zeitplan nannte die Expertin »stramm«: Der Entwurf des Bebauungsplanes muss einen Monat lang öffentlich ausgelegt werden. Die Öffentlichkeit sowie die Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange sollen im Rahmen einer Vorabbeteiligung die Möglichkeit haben, sich zu äußern. Die Frist dafür begann unmittelbar nach der Ausschusssitzung und dauert bis zum 8. April.

Vergabeverfahren soll gerecht ablaufen

Dieter Berheide (CDU) wollte wissen, nach welchem Verfahren die Grundstücke vergeben werden. Bekanntlich warten viele Bauwillige darauf, dass die Stadt Bauland zur Verfügung stellt. Er wünsche sich ein gerechtes Verfahren, sagte er, und wolle niemanden zumuten, »nachts um 3 Uhr vor dem Rathaus zu stehen« und auf den Start des Vergabeverfahrens zu warten. Stadtplaner Reinhard Pawel kündigte an, demnächst einen Vorschlag dazu vorzulegen. Er halte es auch für sinnvoll, vorab eine Regelung zu treffen, weil der Druck groß sei. Apropos Druck: Aufgrund des Zeitdrucks ist für Dienstag, 17. April, eine Sondersitzung des Planungs- und Bauausschusses gemeinsam mit dem Betriebsausschuss anberaumt worden. Dann wird über die Ausbaupläne für die Straßen und die Entwässerungspläne Am krummen Timpen informiert.

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