Große Anerkennung bei Mitgliederversammlung der Harsewinkeler Löschzüge »Feuerwehr ist nicht zu ersetzen«

Harsewinkel (WB). Bei zahlreichen Einsätzen riskieren die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Kopf und Kragen. Dass dieses Ehrenamt nicht ungefährlich ist, wurde kürzlich erst beim Orkantief »Friederike« deutlich.

Von Gabriele Grund
Mit Ehrennadeln ausgezeichnet (von links): Josef Feismann wurde für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit geehrt, Josef Brügge für 70 Jahre und Willi Kalze für 75 Jahre.
Mit Ehrennadeln ausgezeichnet (von links): Josef Feismann wurde für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit geehrt, Josef Brügge für 70 Jahre und Willi Kalze für 75 Jahre. Foto: Gabriele Grund

Bei der Feuerwehr Harsewinkel blieben zum Glück alle Einsatzkräfte von Unglücksfällen verschont. 34 Brände, 125 technische Hilfeleistungen, Tierrettungen, Ölspurbeseitigungen und leider auch 30 Fehlalarme haben im Vorjahr die 146 Einsatzkräfte aus den Löschzügen Harsewinkel, Marienfeld und Greffen auf Trab gehalten.

Auf das Jahr bezogen bedeuteten die insgesamt 184 Einsätze etwa alle 1,9 Tage einen Einsatz, insgesamt mehr als 3700 Stunden. Diese Zahlen wurden am Freitagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung der Löschzüge Harsewinkel, Marienfeld und Greffen in der Mensa des Schulzentrums Harsewinkel vorgestellt.

Lebensretter benötigen die bestmögliche Ausstattung

Durch die Jahresberichte wurde nicht nur deutlich, welch große Verantwortung die Feuerwehrmänner und -frauen ehrenamtlich übernehmen, sondern auch, wie vielschichtig ihre oftmals lebensrettenden Notfalleinsätze sind.

Die Anwesenden waren sich einig, dass ehrenamtliche Hilfsbereitschaft und Leistungen unbezahlbar sind. Menschen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen, seien nicht nur das wertvollste Kapital von Stadt und Gemeinde, ihnen gebühre neben tiefer Anerkennung auch das Anrecht auf eine bestmögliche Ausstattung.

Deshalb wurde im April des vorigen Jahres das neue Feuerwehrgerätehaus in Harsewinkel in Betrieb genommen und ein neues Einsatzfahrzeug in den Dienst gestellt. 2018 soll der Startschuss für den Neubau des Gerätehauses in Greffen fallen.

Gerätehaus in Greffen soll im Herbst 2019 fertig sein

»Das Gerätehaus ist entwurfsplanerisch fertig. Derzeit laufen die Genehmigungsanträge und Ausführungspläne«, sagte Stadtbrandinspektor Andreas Feismann. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 angedacht. Mitte 2019 ist die Auslieferung eines neuen Rüstwagens geplant.

Mit dem Rückblick, dem Ausblick – wie ein Familientag im Juni im Emstalstadion sowie die Adventsfeier der Feuerwehr-Ehrenabteilung des Kreises Gütersloh am 9. Dezember in der Mehrzweckhalle –, aber auch mit Auszeichnungen und Beförderungen hatte die Führungsriege um Stadtbrandinspektor Andreas Feismann eine umfangreiche Tagesordnung vorgelegt.

184 Einsätze im vergangenen Jahr geleistet

Auch wenn es sich mit 184 Einsätzen im Vorjahr laut Andreas Feismann um ein »normales Jahr« gehandelt habe, bedeute dies nicht, dass die Blauröcke untätig gewesen seien. Im Gegenteil: Denn sie haben in Marienfeld einen Großbrand, insgesamt zwei Mittelbrände und 31 Kleinbrände gelöscht.

Dazu kamen 20 Hilfeleistungen unter dem Alarmstichwort »Menschen in Notlage«, 16 Ölspurbeseitigungen, drei Ölunfälle, 22 technische Hilfeleistungen, vier Tierrettungen, 19 Hilfeleistungen bei Unfällen, 35 Einsätze bei Sturm- und Wasserschäden, ein Gasaustritt und fünf überörtliche Einsätze. Dazu kommen insgesamt 30 Fehlalarmierungen.

Von Herzen und mit großer Anerkennung würdigte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide das unermüdliche »365-Tage-rund um-die-Uhr-sorglos-Paket«, das die Einsatzkräfte zum Wohl der Bürger in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellen.

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