150 Gäste feiern in Marienfeld Neujahresempfang im neuen Bürgerhaus – Bessmann sei Dank

Harsewinkel (WB). Auf diesen Moment haben viele Marienfelder lange gewartet: Am Sonntag ist der traditionelle Neujahrsempfang des Heimatvereins erstmals im neuen Bürgerhaus an der Klosterstraße über die Bühne gegangen. Das ließen sich 150 Besucher nicht entgehen – ein enormer Zuspruch.

Von Gabriele Grund
Große Freude herrschte am Sonntag beim ersten Neujahrsempfang im neuen Bürgerhaus. Als Dankeschön für ihre Hilfe überreichten Ludger Hecker und Herbert Vögeler vom Heimatverein Christa Warnholz und Hugo Brickenkamp (von links) ein Gutschein für Getränke für die Helferparty.
Große Freude herrschte am Sonntag beim ersten Neujahrsempfang im neuen Bürgerhaus. Als Dankeschön für ihre Hilfe überreichten Ludger Hecker und Herbert Vögeler vom Heimatverein Christa Warnholz und Hugo Brickenkamp (von links) ein Gutschein für Getränke für die Helferparty. Foto: Gabriele Grund

Der Marienfelder Gründervater der Sternsinger-Aktion Josef Brügge (94) mit Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide. Foto: Gabriele Grund

Unter den Gästen waren auch Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide, Ortsheimatpfleger Hugo Brickenkamp, die Geistlichen aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde, Vereinsvertreter und die Marienfelder Throngesellschaft rund um das Königspaar Frank und Tanja Schürmann. Da wurde es auf den 300 Quadratmetern Nutzungsfläche im Erdgeschoss des neuen Bürgerhauses ganz schön eng.

4000 Arbeitsstunden

Auch wenn das von Heiner Bessmann gestiftete Fachwerkhaus noch nicht ganz bezugsfertig ist, so konnte man doch einen Eindruck von dem gewinnen, was Handwerker und vor allem Ehrenamtliche in der einjährigen Bauphase geleistet haben. Etwa 80 Helfer haben 4000 Stunden gearbeitet. Damit sei ein Eigenanteil von rund 100.000 Euro erreicht worden, sagte Ludger Hecker stolz. Als Dank überreichte der Vorsitzende des Heimatvereins Herbert Vögeler dem Dienstältesten der Ehrenamtlichen einen Gutschein für die Getränke bei der Helferparty.

Nach einem Blick über den Tellerrand blickte Ludger Hecker auf das Jahr in der Mähdrescherstadt zurück: Heiner Bessmann eröffnet im Mai seinen neu angelegten Weg rund um das Kloster. »Eine echte Bereicherung für Marienfeld, lobte der Vorsitzende. Toll verlaufen sei auch das Schützenfest auf dem neuen Festplatz an der Klosterstraße sowie das Kreisehrengardentreffen im August.

Besonderes Augenmerk richtete Hecker auf das neue Bürgerhaus. »Einen herzlichen Dank an Sponsor Heiner Bessmann«, so Ludger Hecker. Die offizielle Einweihung wird am 9. und 10. Mai gefeiert.

4600 Einwohner

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide bedankte sich bei Bessmann für das Bürgerhauses und das Pättken. »Beides bereichert nicht nur den Ortsteil, sondern die ganze Stadt.«

Erfreulich sei auch, dass aktuell 4.600 Menschen in Marienfeld wohnen. 54 Neugeborene wurden 2017 in Marienfeld gezählt.

Informativ war auch die Nachricht, dass die in 134 frei gewordenen Wohneinheiten der Briten die rege Nachfrage nach Wohnraum nicht deckt. Deshalb sind in der Remse 3 insgesamt 33 Einfamilienhäuser und »Am Krummen Timpen« 30 Ein- und vier Mehrfamilienhäuser geplant. Der Verkauf der Grundstücke soll noch in diesem Jahr beginnen.

Breitband bis 2019 überall

Eine umfangreiche Breitbandversorgung soll nicht nur in den Ortsteilen, sondern auch in den Randlagen bis 2019 abgeschlossen sein. Um hinsichtlich der Kitaplätze möglichst reibungsfrei planen zu können, bat die Bürgermeisterin um Nutzung des auf der Homepage-Seite der Stadt verlinkten »Kita-online«.

Erfreulich ist sicherlich auch die Nachricht, das die Marienschule in Marienfeld sowie die St.-Johannes-Schule in Greffen weiterhin als kleine Dorfschulen bestehen bleiben. Zudem sind in diesem Jahr Sanierungen der Umkleiden und sanitären Anlagen in der Ruggebusch-Sporthalle vorgesehen.

Stadt zahlt keinen Abriss

Zum Thema »Flughafen-Nutzung« konnte die Bürgermeisterin nichts Neues vermelden. Fakt sei allerdings, das die Stadt nicht für einen eventuellen Abriss der Immobilien auf dem Gelände aufkommen wird. »Es kann nicht sein, dass man uns den Kauf von teuren Immobilien auferlegt, damit wir sie dann abreißen können, um daraus ein Gewerbe- und Industriegebiet machen zu können.«

Der Dorfweise Josef Brügge (94) warb zum Abschluss des Neujahrsempfangs für Spenden der Sternsinger-Aktion. Mit seinen 94 Jahren ist der sympathische Seilermeister einer der Dorfältesten in Marienfeld.

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