Meik Weinert macht mit seinem Quadrocopter Aufnahmen aus luftiger Höhe Fotos aus dem Mini-Hubschrauber

Harsewinkel (WB). Wenn Meik Weinert Fotos schießt, dann am liebsten aus luftiger Höhe. Vor knapp einem halben Jahr schaffte sich der Beelener mit Harsewinkeler Wurzeln eine Drohne an und knipst seine Bilder damit aus dem Himmel.

Von Hendrik Christ
Mit Quadrocopter, Fernbedienung und Tablet-PC: Meik Weinert präsentiert seine »Arbeitsgeräte«.
Mit Quadrocopter, Fernbedienung und Tablet-PC: Meik Weinert präsentiert seine »Arbeitsgeräte«. Foto: Hendrik Christ

Mit dieser fliegenden Kamera fotografierte der 39-Jährige bereits die Ortsteile Harsewinkel, Marienfeld und Greffen, zudem machte er allerlei Landschaftsaufnahmen. Das nötige Fingerspitzengefühl kam von alleine. »Ich brauchte einfach ein Hobby«, erklärt Meik Weinert seine Beweggründe. »Bilder haben mir immer schon gefallen, dann habe ich mir eine Kamera gekauft.«

20 Jahre als Lkw-Fahrer gearbeitet

Das war vor vier Jahren. Für die ersten Schnappschüsse ging es mit seiner Freundin zum Shooting in das Waldgebiet Boomberge. »Mittlerweile würde ich mich vor diesen Fotos erschrecken. Man lernt einfach jeden Tag dazu und eignet sich handwerklich allerlei an«, sagt Weinert. Knapp 20 Jahre lang arbeitete er als Lkw-Fahrer, aus gesundheitlichen Gründen ist Meik Weinert aus seinem Beruf ausgeschieden: »Jetzt versuche ich gerade, mich mit der Fotografie aufzustellen.«

Für die ganz besonderen Motive greift Meik Weinert auf moderne Technik zurück. Dank seiner Drohne kann er Detailaufnahmen selbst aus 100 Metern Höhe machen. Weinerts Vater ist Inhaber einer Hundeschule zwischen Clarholz und Lette. »Ich wollte das Training von oben fotografieren. So fing es eigentlich an«, erinnert sich Meik Weinert. Inzwischen kam die fliegende Kamera schon bei einer Hochzeit sowie bei Landschaftsmotiven zum Einsatz.

Abfluggewicht von 1,3 Kilogramm

Außenstehende wundern sich zuweilen, wenn sie Meik Weinert mit der Fernbedienung auf dem Feld sehen: »Eine Frau fragte mich mal, was ich denn da vermesse. Als ich ihr die Drohne erklärte, war sie sehr überrascht.« Dabei ist der Terminus Drohne eigentlich ein falscher. In der Fachsprache heißt Weinerts Mini-Hubschrauber Quadrocopter. Das Gerät verfügt über vier kleine Propeller und hat ein Abfluggewicht von 1,3 Kilogramm inklusive Akku und Kamera. Diese Kamera liefert Bilder mit einer Auflösung von 4K, viermal so hoch wie Full HD. An seiner Fernbedienung hat Meik Weinert einen Tablet-PC befestigt, mit dem er das Motiv per Funk in Echtzeit sehen kann: »Mit einem Knopfdruck schieße ich das Foto oder starte ein Video.«

Spezielle Versicherung für den Schadensfall

Für dieses Modell benötigen Drohnen-Piloten keinen Schein oder Nachweis. Allerdings sind gesetzliche Regelungen beim Fliegen zu beachten: Das Überfliegen von Bundesstraßen, Naturschutzgebieten, Menschenmassen oder Privatgrundstücken ist verboten. Auch Flughäfen sind tabu. Meik Weinert darf seine Drohne auch nur 100 Meter in die Höhe emporsteigen lassen: »Man muss den Sichtkontakt behalten. Ich hatte Gott sei Dank noch keinen Absturz.« Für den Schadensfall haftet eine spezielle Versicherung, Haftpflicht genügt beim Drohnen-Unfall nicht.

Kollisionen können jedoch rasch passieren. Immerhin ist die Drohne mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 16 Metern pro Sekunde unterwegs. Das Fingerspitzengefühl hatte Meik Weinert aber früh raus. »Wenn man einmal startet, fährt man in einer Stunde schnell seine drei Akkus leer«, gesteht der 39-Jährige.

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