Harsewinkeler Konzern verdoppelt Gewinn vor Steuern – Nachfrage in Osteuropa groß Claas legt wieder zu

Harsewinkel/Düsseldorf (WB/OH). Der Landtechnikherstellers Claas hat seinen Umsatz mit 3,76 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (3,63 Milliarden) leicht steigern können. Der Gewinn vor Steuern hat sich indes nahezu verdoppelt, wie das Harsewinkeler Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Gute Ernte in Osteuropa – starke Nachfrage für Claas.
Gute Ernte in Osteuropa – starke Nachfrage für Claas. Foto: dpa

Nachdem die Bilanz 2016 noch nüchterner ausfiel, gab der Landmaschinenhersteller nun an, 184 Millionen Euro Gewinn für das Geschäftsjahr 2017 eingefahren zu haben – vor Steuern. Zum Vergleich: 2016 lag der Gewinn bei vor Steuern bei 93,5 Millionen

»Wir konnten in einem sich stabiliserenden Markt auf Wachstum umschalten«, so Claas Sprecher Hermann Lohbeck in einer Mitteilung. Demnach sei besonders die Nachfrage in Osteuropa hoch gewesen, »wo gute Ernten zu einer spürbar höheren Nachfrage nach moderner Landtechnik« geführt hätten.

Rückläufe in China und den USA

In Deutschland sei der Umsatz leicht gestiegen, während er in Frankreich, nach dem Wegfall einer Sonderabschreibungsmöglichkeit für Landwirte, deutlich zurückging. »Große Märkte wie China und die USA verzeichneten weiter eine rückläufige Umsatzentwicklung«, heißt es aber auch.

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben demnach mit 217 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

5102 Mitarbeiter in Deutschland

Die Zahl der Mitarbeiter geht, wie schon 2016, allerdings weiter zurück. Demnach beschäftigt Claas (Stand 30. September 2017) 10.961 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.300). »Darin spiegeln sich die weltweit unterschiedliche Entwicklung der Landtechnikmärkte sowie die in den letzten Jahren umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen wider«, begründet das Unternehmen. In Deutschland beschäftigt Claas nach eigenen Angaben 5.102 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.220).

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2018 rechne Claas mit einer moderaten Verbesserung auf den Märkten. Die Ertragskraft dürfe demnach wieder leicht zunehmen, hieß es.

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