Landtagsabgeordneter Tigges will sich für zweite Klasse in Greffen einsetzen Hoffen auf eine Ausnahmegenehmigung

Harsewinkel-Greffen (WB/sw). Die zu erwartenden Schülerzahlen in Greffen waren am Mittwochabend erneut Thema im Stadtrat. Bürgermeisterin Sabine Amsbeck- Dop­heide hofft, dass die Landesregierung in diesem Fall eine Ausnahmegenehmigung für Klassenbildungen erteilen könnte.

Aktuell ist die Greffener St.-Johannes-Schule einzügig – 2019 sind aber mit mehr Anmeldungen zu rechnen.
Aktuell ist die Greffener St.-Johannes-Schule einzügig – 2019 sind aber mit mehr Anmeldungen zu rechnen. Foto: Stefanie Winkelkötter/Archiv

Bekanntlich sorgen sich nicht nur die Eltern, sondern auch die Mitglieder der CDU-Fraktion, dass die Kapazitäten der St.-Johannes-Grundschule im Jahr 2019 nicht mehr ausreichen. Derzeit befinden sich in den beiden Greffener Kindertageseinrichtungen 31 Kinder, die im Jahr 2019 eingeschult werden sollen. Deshalb geht die CDU davon aus, dass im Jahr 2019 mehr als 30 Kinder in Greffen eingeschult werden – und damit müssten theoretisch zwei Eingangsklassen gebildet werden.

Prognose nur für Greffen ist in Arbeit

Der aktuelle Schulentwicklungsplan prognostiziert aber lediglich 23 Kinder – und damit eine Eingangsklasse. Weil die Greffener Grundschule eine Verbundschule mit der Astrid-Lindgren-Schule bildet, dürfen nach aktuellen Vorgaben insgesamt nur drei Eingangsklassen gebildet werden. Eltern aus Greffen hatten sich bereits mit der Befürchtung an die Bürgermeisterin gewendet, dass ihre Kinder vor Ort keinen Schulplatz bekommen, sollte es nur eine Eingangsklasse geben (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Sabine Amsbeck-Dopheide teilte in der jüngsten Ratssitzung mit, dass Ulrike Lexis vom Büro Dr. Garbe und Lexis derzeit eine Schülerzahlenprognose nur für den Standort Greffen erstellt. Der aktuelle Schulentwicklungsplan bezog sich dagegen auf den Schulverbund. »Sobald diese Zahlen vorliegen, wird die Anfrage der CDU, ob im Bedarfsfall in Greffen zwei Eingangsklassen eingerichtet werden, an die Bezirksregierung weitergeleitet. Die Schulverwaltung hat die Anfrage an die Bezirksregierung Detmold bereits telefonisch angekündigt«, so die Bürgermeisterin.

Nach aktueller Rechtslage dürfen insgesamt drei Klassen gebildet werden

Nach Auskunft der Bezirksregierung sei die aktuelle Rechtslage so, dass nur drei Klassen gebildet werden können, wenn im Jahr 2019 im Grundschulverbund 75 Kinder angemeldet werden. Ob zwei Klassen in Harsewinkel und eine in Greffen gebildet werden oder umgekehrt, kann der Schulträger entscheiden. Nach aktuellem Stand kann jedoch keine vierte Klasse eingerichtet werden. »Es bliebe dann nur die Variante, dass entweder Harsewinkeler Schüler nach Greffen pendeln oder umgekehrt«, teilte die Bürgermeisterin mit.

Beim Antrittsbesuch des neuen Landtagsabgeordneten Raphael Tigges im Harsewinkeler Rathaus habe sie diesem den Sachverhalt geschildert. Nach Tigges’ Aussage prüft die Landesregierung, ob für Einzellagen, vergleichbar mit dem Ortsteil Greffen, Ausnahmegenehmigungen für Klassenbildungen erteilt werden können, um die Schulstandorte zu erhalten. Tigges will eine Anfrage an das Schulministerium richten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.