St.-Johannes-Schule bildet nur eine Eingangsklasse – CDU fordert Zweizügigkeit Eltern bangen um Schulplätze

Harsewinkel-Greffen (wes).Die Greffener Eltern haben jüngst um ihre Kindergartenplätze gekämpft – jetzt sind nicht mehr die das Problem, sondern die Kapazitäten der Grundschule. Diese seien nämlich aller Voraussicht nach in 2019 erschöpft, so dass die einzügig fahrende Johannesschule nicht alle Kinder aus dem Ort aufnehmen kann. Die Eltern suchten nun das Gespräch mit der Bürgermeisterin – die die Sorge versteht, aber den Eltern nicht nehmen kann.

Im September soll die Diskussion um die Schaffung einer weiteren Eingangsklasse an der St.-Johannes-Schule weiter gehen. Die CDU drängt auf eine Lösung des Problems.
Im September soll die Diskussion um die Schaffung einer weiteren Eingangsklasse an der St.-Johannes-Schule weiter gehen. Die CDU drängt auf eine Lösung des Problems. Foto: Elke Westerwalbesloh

Drei Mütter, deren Kinder nach den Sommerferien 2019 eingeschult werden, haben Stadtoberhaupt Sabine Amsbeck-Dopheide in diesem Monat aufgesucht, um ihr das Problem zu schildern. Es werden ihren Rechnungen nach rund 29 Kinder aus Greffen im Sommer 2019 eingeschult. Natürlich möchten die Eltern, dass ihre Kinder vor Ort auf die Schule gehen – die St.-Johannes-Schule. Doch für diese ist nur eine erste Klasse mit maximal 29 Jungen und Mädchen vorgesehen.

Bliebe nun noch ein Kind sitzen oder es zieht ein weiteres hinzu, ginge die Rechnung schon nicht auf. Die Eltern müssten ihre Kinder dann zu einer Grundschule in Harsewinkel fahren – wie etwa die Astrid-Lindgren-Schule, mit der die Johannes-Schule im Verbund agiert. Das heißt in der Konsequenz: weite Wege für die Eltern oder lange Busfahrten für die Kinder.

Sabine Amsbeck-Dopheide versteht die Eltern, doch beruft sie sich auf die Aussagen des Greffener Schulleiters Ralf Flottmann, der im Gespräch mit der Bürgermeisterin gesagt hatte, dass aus rechtlichen Gründen keine zwei Eingangsklassen in Greffen eingerichtet werden könnten. Auf Gemeindeebene gebe es nach derzeitigem Stand 228 Schüler, die 2019 eingeschult werden. Der kommunale Richtwert, der vom Land vorgegeben wird, beträgt 23 Schüler. Danach dürften in Harsewinkel zehn Klassen gebildet werden. Die Bezirksregierung würde die Lehrstellen auf 21,95 Schüler berechnen. Eine freiwillige zusätzliche Klassenbildung, die elf Klassen für Harsewinkel vorsieht, sei unzulässig, lässt Flottmann wissen. Und es würden dann ja auch Lehrer fehlen.

Die Christdemokraten wollen das Thema so nicht stehen lassen und stellten nun drei Anträge zur Einschulungssituation in Greffen. Sie beauftragen die Verwaltung, im nächsten Schulausschuss die zu erwartenden Einschulungszahlen 2019/20 darzustellen. Ferner soll die Ermittlung der kommunalen Klassenrichtzahl aufgezeigt werden und die Voraussetzung für eine Zweizügigkeit geschaffen werden.

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