Geschichts-Projektkurs des Gymnasiums und Stadtarchiv präsentieren Ausstellung Religion in unterschiedlichen Facetten

Harsewinkel (WB). Erfolgreich ist die Kooperation zwischen heimischem Gymnasium und Stadtarchiv schon seit Jahren. Dieses Mal trägt sie sogar außergewöhnliche Früchte. Grund dafür ist eine echte amerikanische Einbürgerungsurkunde, die im Rahmen der Recherchen aufgetaucht ist.

Von Stefanie Winkelkötter
14 Schüler aus dem Projektkurs Geschichte haben mit ihren Lehrern Dennis Grundhöfer und Gregor Kohlenberg sowie Stadtarchivar Eckhard Möller zum Thema »Religion macht Geschichte« geforscht. Auf der Leinwand ist Vikar Franz Lammerding zu sehen, mit dem sich Zeynep Gökcen (vorne links) beschäftigt hat.
14 Schüler aus dem Projektkurs Geschichte haben mit ihren Lehrern Dennis Grundhöfer und Gregor Kohlenberg sowie Stadtarchivar Eckhard Möller zum Thema »Religion macht Geschichte« geforscht. Auf der Leinwand ist Vikar Franz Lammerding zu sehen, mit dem sich Zeynep Gökcen (vorne links) beschäftigt hat. Foto: Stefanie Winkelkötter

Bereits zum vierten Mal hat ein Projektkurs Geschichte mit Unterstützung von Stadtarchivar Eckhard Möller ein gemeinsames Forschungsprojekt auf die Beine gestellt. »Religion macht Geschichte« lautete das Thema diesmal, angelehnt an das Leitthema des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.

Ausstellung wird am 22. Juni eröffnet

Und auch wenn die eingereichten Arbeiten diesmal nicht mit Preisen belohnt wurden, haben die 14 Schüler doch allein durchs Mitmachen viel gelernt und Religion in unterschiedlichen Facetten erforscht. Ihre Erkenntnisse möchten sie auch der Öffentlichkeit präsentieren: mit einer Ausstellung, die am Donnerstag, 22. Juni, um 18 Uhr in der Schulaula eröffnet wird. Alle Interessierten sind eingeladen, sich die 18 Tafeln anzusehen. Die Ausstellung ist bis zu den Sommerferien in der Schule aufgebaut, später wandert sie ins Rathaus und anschließend auch noch nach Herzebrock-Clarholz.

Apropos Clarholz: Anna Schmidtfranz (17) hat sich in ihrer Projektarbeit mit den Nürnberger Rassegesetzen auseinandergesetzt. »Weil mein Opa eine Tante hatte, die sich in einen Juden verliebt hatte«, sagt sie. Der Jude, Fritz Dannenbaum aus Rheda, musste 1937 aufgrund seiner Liebe zur Katholikin Christina Topp aus Clarholz nach Amerika fliehen – und wurde später dort eingebürgert. Nach etlichen Irrungen und Wirrungen heirateten Dannenbaum und Topp aber in den 1970er Jahren doch noch.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Wochenende, 10./11. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Harsewinkel.

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