Und noch eine Königin: Greffener Schützen bleiben in Frauenhand – Vera Tebbel regiert Der 319. Schuss hat gesessen

Harsewinkel-Greffen (WB). Manchmal hat es Vorteile, wenn der eigene Mann mal kurz »austreten« muss: Göttergatte Thomas hat sich beeilt, schnell aus der »Keramikabteilung« wieder zu kommen – doch Vera Tebbel setzte derweil zum 319. Schuss an und machte dem Holzvieh damit den Garaus. Die 37-Jährige ist neue Schützenkönigin. Und ihr Mann Thomas erleichtert.

Von Gabriele Grund

Um 16.25 Uhr brach der Jubel bei Vera Tebbel aus. Sie hat es gewollt, dass das Greffener Schützenvolk erneut von einer Frau regiert wird – und es sogleich am Montagnachmittag in die Tat umgesetzt.

Neben dem Königsschießen bildeten auch das von 400 Gästen besuchte »Gemütliche Beisammensein« am Freitag sowie der von mehr als 650 Zuschauern besuchte Heimatabend am Samstag die Höhepunkte des viertägigen Schützenfestes im Greffener Schützenbusch. »Richtig gefreut hat uns vor allem, dass das neue Gestaltungskonzept für den Freitag voll aufgegangen ist. Es herrschte nicht nur bis morgens 3 Uhr eine super Stimmung, es waren auch viele Greffener da, die man bisher noch nie auf dem Schützenfest gesehen hat«, freute sich der Pressesprecher des Schützen- und Heimatvereines Greffen, Rainer Kuhlmann.

Thomas Fressmann ist »König der Könige«

Bei den ersten schießsportlichen Wettbewerben wurde Thomas Fressmann (45) neuer »König der Könige«. Der Bauunternehmer aus Beelen holte sich die Würde, im freundschaftlichen Wettstreit mit insgesamt 26 Teilnehmern und vor rund 150 Besuchern, um 19.55 Uhr mit dem 283. Schuss. Thomas Fressmann war 2009 Schützenkönig. Das Schießduell »Jungschützen gegen Damenkompanie« konnten die Jungschützen für sich entscheiden.

In einer bunten Mischung aus Ehrungen, Beförderungen, Tanz und Musik erlebten die Zuschauer im Festzelt auch am Samstag einen tollen Abend. Angehörige örtlicher Gruppen und Vereine, wie etwa die Volkstanzgrupp aber auch aus den Kompanien und Abteilungen des Schützenvereines sorgten mit ihren humorvollen Darbietungen für gute Laune.

Dieter Recker erhält den Heimatverdienstorden

Für einen Besucher wurde es allerdings ein ganz besonderer Abend: Gemeint ist Dieter Recker, dem der 49. große Heimatverdienstorden verliehen wurde. Die Ehrung ist die höchste Auszeichnung, die der Greffener Schützen- und Heimatverein vergeben kann. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Marianne Recker nahm der 70-Jährige die Auszeichnung vom Präsidenten des Greffener Schützenvereines, Andre Lanwehr in Empfang.

Dieter Recker, seit 1971 mit seiner Marianne verheiratet, Vater von zwei Kindern (Petra und Thorsten), übernahm 1980 von seinem Vater Heinrich den Fahrzeugbau, den er bis 2002 mit seinem Bruder Paul Recker leitete. 1969 war der Geehrte als Schützenkönig aktiv, er war fünf Jahre Präsident der ehemaligen Könige und Kaiser und mitverantwortlich für den Bau des Clubheimes. (Eine weitere Berichterstattung folgt.)

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