Sicherheitsgerüste für Stromleitungsverlegung an Westumgehung wieder abgebaut
Präzisionsarbeit in der Kälte

Halle -

In eisiger Kälte haben Spezialisten jetzt die riesigen Gerüste für die sichere Montierung der Leitungen an der 380-KV-Höchstspannungsleitung von Amprion an der Haller Westumgehung wieder entfernt.

Montag, 01.02.2021, 05:10 Uhr
Die tonnenschwere Gerüst-Brücke wird per Kran demontiert und schwebt gut gesichert dem Boden entgegen. Foto: Krammenschneider

Mehr als zweieinhalb Monate lang ist das „Haller Südkreuz“, sprich der Kreisverkehr, der Autofahrer auf die Westumgehung, die Autobahn oder die Alleestraße leitet, von etwa zehn Meter hohen und insgesamt 70 Tonnen schweren Gerüsten eingerahmt worden. In Kombination mit den über die Straßen ausgehängten Netzen, haben sie dem Schutz des fließenden Verkehrs gedient, Denn über den Netzen wurden von Mitarbeitern der Firma Europten Leiterseile zwischen die großen Amprion-Strommasten gezogen. Nun hat das Großprojekt mit der Demontage der letzten Gerüst-Teile ein erfolgreiches Ende gefunden.

Pünktlich um 9 Uhr wird am Sonntagvormittag der Verkehrsfluss auf der Haller Westumgehung zwischen dem großen Kreisverkehr im Haller Süden und der Abfahrt B68 gesperrt. Sven Eilers von der Firma Europten hat alles ganz genau im Blick und weiß, dass es jetzt auf die Erfahrung und notwendiges Fingerspitzengefühl aller Beteiligten ankommt.

Arbeiter müssen warten, bis Gerüste am Morgen abgetaut sind

Verlassen kann er sich dabei schon seit Wochen auf die Kollegen des Steinhagener Gerüstbau-Meisterbetriebes Arwika, die gut gesichert in der Höhe agieren. An diesem sonnigen, jedoch äußerst kalten Morgen dauert es aber, bis die zwölf Männer loslegen können. „Sie müssen warten, bis die Gerüste abgetaut sind um nicht abzurutschen. Arbeitssicherheit geht da vor“, erklärt Sven Eilers, während die Gerüstbauer das die Straße überspannende Brückenteil sichern und am Haken des Krans von Martin Esser (Firma Jandt) befestigen.

Wenige Augenblicke später steigt das etwa 14 Meter lange Brücken-Gerüst dann schon in den hellblauen Himmel empor und wird mit viel Gefühl langsam hinabgelassen – dabei natürlich stets gesichert von den mit Helmen ausgerüsteten Arwika-Mitarbeitern, die das Manöver schnell und sicher über die Bühne bringen. Nun können auch die an den Straßenseiten befindlichen, letzten Gerüste am Kreisverkehr entfernt werden.

Es kann jedoch gut sein, dass sie in Halle noch einmal zum Einsatz kommen. Denn wie Sven Eilers von Europten verrät, müssen andernorts noch einmal Sicherungs-Gerüste montiert werden. „Wir werden auf Haller Gebiet noch einmal welche benötigen. Dann natürlich in einem deutlich kleineren Ausmaß“, so Eilers, der die Westumgehung an diesem Sonntag schon einige Minuten früher als erwartet wieder für den Verkehr freigeben kann. Alles habe hervorragend funktioniert, sagt er.

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