Streit in Übergangswohnheim in Halle eskaliert
60-Jähriger totgeschlagen

Halle -

Ein 60-jähriger Mann ist im Übergangs- und Obdachlosenwohnheim Sandforth in Halle totgeschlagen worden. Laut Polizei trug er nach einem Streit so starke Kopfverletzungen davon, dass er – allerdings einen Tag nach dem Vorfall – tot aufgefunden wurde. Ein 43-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft.

Donnerstag, 03.12.2020, 17:54 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 19:12 Uhr
Der Tatort: In diesem Übergangswohnheim in Halle soll es zu einem Streit gekommen sein, bei dem ein 60-Jähriger so stark geschlagen wurde, dass er am Folgetag tot aufgefunden wurde. Foto: Archivfoto: Burkhard Hoeltzenbein

In dem städtischen Übergangs- und Obdachlosenheim an der Gütersloher Straße in Halle ist es bereits am 26. November zu einem heftigen Streit in einem der Zimmer gekommen, der so eskalierte, dass ein 60-Jähriger starb. Vor der Auseinandersetzung sollen die beiden Männer reichlich Alkohol getrunken und lautstark gestritten haben. Ein 43-Jähriger soll dabei so auf den 60-Jährigen eingeprügelt haben, dass dieser schwere Kopfverletzungen davon trug.

Die herbeigerufenen Rettungskräfte versorgten den Verletzten vor Ort, konnten ihn jedoch nicht dazu bewegen, die Behandlung in einem Krankenhaus fortzusetzen. Am nächsten Tag wurde der 60-Jährige tot aufgefunden. „Am 27. November konnte der 43-Jährige als Tatverdächtiger festgenommen werden“, sagt Michael Kötter, Pressesprecher der Polizei Bielefeld. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft. Eine Mordkommission ermittelt wegen zunächst ungeklärter Todesursache sowie des Verdachts einer Körperverletzung mit Todesfolge.

Bereits 2018 gab es einen ähnlichen Vorfall in dem Übergangswohnheim in Halle. Damals starb ein 74-Jähriger nach einem heftigen Streit um ein Fahrrad mit einem damals 21-Jährigen. Er wurde mit einem Gegenstand gegen Kopf, Oberkörper und Beine geschlagen. Bei dem Opfer handelte es sich um den Onkel des Sternekochs Frank Rosin.

Maximal können in dem städtischen Wohnheim 50 Personen untergebracht werden. Zurzeit leben dort 18 Personen.

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