Einweihungsfeier der Musikschule am Klingenhagen 13 in Halle
Ein Traum-Raum für die Kunst

Halle (WB). „Hier wird richtig Kunst gemacht – ein echtes Glücksgefühl, denn nun ist es viel heller, größer und wir haben endlich einen Zugang nach draußen“, freute sich die Leiterin der Sparte Kunst, Klaudia Defort-Meya. Lange habe sie von größeren Räumlichkeiten geträumt. Der Grund: Inzwischen sind es schon 75 Kinder und Jugendliche, die die erfahrene Kunstpädagogin wöchentlich unterrichtet. Die Freude über den Umzug aus dem Souterrain in die neu-angemieteten Räumlichkeiten der Musik- und Kunstschule am Klingenhagen 13 ist daher mehr als nachvollziehbar.

Montag, 05.10.2020, 05:00 Uhr
Foto: Malte Krammenschneider

„Die Raumsituation war immer wieder Thema bei unseren Vorstandssitzungen. 2019 begannen dann konkrete Überlegungen und als unsere Anträge auf erhöhte Fördermittel bewilligt wurden, konnte es Anfang 2020 an die Umsetzung gehen“, erklärte Vorsitzende Christa Wille-Möller, die am Freitagnachmittag zu einer kleinen Feierstunde eingeladen hatte. Anwesend waren neben Vorstandsmitgliedern und der Bürgermeisterin auch Vermieterin und Unterstützerin Elke Hardieck, die von Christa Wille-Möller zum Dank für die hervorragende Zusammenarbeit einen großen Blumenstrauß überreicht bekam. „Ich freue mich über dieses tolle Projekt und so angenehme Mieter“, sagte Hardieck, bevor Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann zur Erweiterung gratulierte: „Es hat immer viel Freude gemacht, die positive Entwicklung der Musikschule zu begleiten. Machen Sie so weiter“.

Kurze Wege im Haus

Kurz darauf erklärte die stellvertretende Leiterin Birgit Schröter, dass nicht nur die Kunstsparte umgezogen ist. Es gibt nun auch einen Raum für Schlagzeug-Unterricht, der vorher in der Remise stattfand. „Nun haben wir kurze Wege. Das ist deutlich besser“, so Schröter. Ihren Worten nach wurden insbesondere die Osterferien und der erste „Lockdown“ genutzt wurden, um die ehemaligen Lagerräume der einstigen Bekleidungsfabrik umzubauen und herzurichten. „Wir haben dabei versucht, alles aus den alten Räumen mitzunehmen. Upcycling war angesagt“, sagte Schröter. Sie berichtete, dass gerade die Musikschule mit der Umstellung auf digitalen Unterricht gut durch die Corona-Krise komme. „Wir hatten so gut wie keine Unterrichtsausfälle – die Schülerzahlen sind konstant“, erklärte Birgit Schröter.

Da es beim Kunstunterricht deutlich schwieriger ist, ihn digital zu vermitteln, zeigte sich Klaudia Defort-Meya erleichtert, als es bei ihr bereits kurz vor den Sommerferien wieder losgehen konnte. Zwar in kleineren Gruppen, mit Einmalhandschuhen und Mindestabstand aber das war egal – Hauptsache wieder der Kreativität freien Lauf lassen. „Die Kinder zeigen sich sehr diszipliniert und es ist toll zu sehen, wie glücklich sie jedes Mal nach Hause gehen“, erklärte Klaudia Defort-Meya. Sie berichtete, dass Corona mitten in die laufenden Vorbereitungen für eine große Ausstellung geplatzt sei. Nun sei es jedoch an der Zeit nach vorne zu blicken. Fleißig gemalt wird bereits, denn das Projekt „Auf Künstlerreise mit Emil Nolde in die Tropen“ läuft auf Hochtouren. Abgerundet wurden die Feierlichkeiten übrigens von einem kleinen Herbstkonzert der Musikschule im Martin-Luther- Haus. Von Chopin bis Michael Jackson reichte dabei die Bandbreite der Lieder, die mit viel Talent vorgetragen wurden. Da ließen sich die Protagonisten auch vom laut piependen Feuermelder nicht stören.

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