Mit Timo Klack werden Aufgaben im Rathaus neu verteilt – Büchereileiterin verlässt Halle
Im Kulturbüro arbeitet nun ein Team

Halle (WB). Die Kultur in der Haller Stadtverwaltung schlägt neue Wege ein. Und dabei dreht sich das Personalkarussell. Aus Susanne Debours Kulturbüro, einem Ein-Frau-Betrieb im Rathaus, ist ein insgesamt vierköpfiges Team um Timo Klack geworden, das die Aufgaben von Stadtmarketing, Kultur und Tourismus künftig bündelt. Bei ihrem Abschied nach 32 Jahren im Rathaus bekam die „Frau Kultur“, wie Frank Marquard als Vorsitzender des Kulturausschusses sagte, überraschend Gesellschaft. Denn auch Anke Limprecht, die Leiterin von Bücherei und Archiv, verlässt die Lindenstadt.

Donnerstag, 10.09.2020, 05:00 Uhr
Das neue Team: Anne Prell, Jana Wieking, Laura Krause und Timo Klack (von links). Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Timo Klack, 47 Jahre alt, fungiert seit sieben Wochen als Leiter des Teams Stadtmarketing, Kultur und Tourismus. Er kümmert sich in der Stadtverwaltung als „Zulieferer, Ideengeber und Innenstadtmanager“ um die Marken Stadt Halle. Er soll Kampagnen entwickeln, in Zusammenarbeit mit Frank Hofen und Elke Frauns Innenstadt und Wirtschaft vorantreiben. Die Homepage, die Pressearbeit und vieles mehr gehören zu seinen Aufgaben. Jana Wieking (29) aus Bielefeld ist für alles rund um Veranstaltungen und Kultur zuständig. Als „Eventmanagerin“, für Werbung und Kommunikation ist nach ihrem dualen Studium Laura Krause (25) aus Harsewinkel dazu gekommen, die auf der Homepage der Stadt zum Beispiel einen Online-Ticket-Shop aufgemacht hat. Verstärkt wird das Team um Anne Prell (60), die im Bereich Freizeit und Tourismus Ansprechpartnerin ist für vieles zwischen Stadtführung und Noventi Open.

Umbruch und viele Probleme

Dieser Umbruch in der Stadtverwaltung trifft auf eine Reihe von noch nicht gelösten Problemen. Bei einem Bericht zu Archiv und Bücherei riss Fachbereichsleiterin Regina Bresser einiges an. Anke Limprecht (52) kehrt mit ihrer Familie in ihre süddeutsche Heimat zurück. Nach siebeneinhalb Jahren als Chefin in der ehemaligen Destille gibt sie die Leitung von Bücherei und Stadtarchiv ab. Sie übernimmt eine Aufgabe als Leiterin der Stadtbücherei in Memmingen.

Seit Jahren hatte sie darauf hingewiesen, dass das Haller Archiv anders untergebracht werden muss. Die SPD hatte daraufhin im November beantragt, dass die Stadt schon einmal 20.000 Euro für die Erstellung eines Handlungskonzeptes in die Hand nimmt. Die CDU hat sich im Mai dafür stark gemacht zu prüfen, ob man nicht das Archiv, das unbedingt „aus dem alten Holz“ der Destille heraus muss, im alten Möbelhaus Wolff unterbringen kann und dort gegebenenfalls auch noch ein kleines regionales Stadtmuseum Platz findet. Und der Ausschuss selbst wollte eigentlich in dieser zweiten Jahreshälfte eine konzeptionelle Betrachtung der Museumslandschaft in Halle in auftrag geben.

Archiv muss umziehen

Im Gespräch ist zudem immer noch das Obergeschoss der Grundschule Gartnisch als Archiv.

Und: Man kann sich auch eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Städten Borgholzhausen und Versmold sowohl personell wie räumlich vorstellen. Darüber gesprochen werden soll im Oktober. Die Büchereileitung wird natürlich wieder ausgeschrieben. Derzeit werden Übergangslösungen gesucht.

Dass auch das Internetmuseum Haller Zeiträume eine andere Lösung für sein Magazin benötigt, machte Dr. Katja Kosubek deutlich. Sie bat darum, bei potenziellen Lösungen gleich mitzudenken an die derzeit auf dem Dachboden der Polizeiwache gelagerten Exponate. Nicht nur, dass allmählich der Platz knapp wird für reale Erinnerungsgegenstände, deren Geschichte im Internetmuseum erzählt wird. Neben Stellfläche fehlt auch ein Lastenaufzug – beispielsweise für den großen Bollerwagen, der für die museumspädagogische Arbeit genutzt wird.

 

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