Die Stadt setzt Maßnahmen zur flächendeckenden Verkehrsberuhigung um
Bald gilt Tempo 30 im Westen

Halle (WB). Von den Plänen für eine flächendeckende Tempo-30-Zone für Halles westliche Innenstadt ist nicht mehr ganz so viel übrig geblieben, wie anfangs im Gespräch war. Die Umsetzung von einigen kleineren Maßnahmen ist allerdings angelaufen. Damit rückt die Anordnung des Kreis-Straßenverkehrsamtes für den Haller Westen näher: einheitlich gilt demnächst Tempo 30. In dem Quartier zwischen B68 und Goebenstraße, Gausekampweg und Bahnhofsstraße sollen Autofahrer künftig den Fuß vom Gas nehmen – obwohl die Stadt auf alle anfangs geplanten Pflanzbeete und Einengungen verzichtet.

Mittwoch, 09.09.2020, 06:00 Uhr
An der Aufmündung Bismarckstraße/Gartenstraße wird der Bordstein abgesenkt. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Nachdem man kürzlich schon die Kaiserstraße in Höhe des Zebrastreifens an der Lindenschule mit aufgeklebten Borden verengt hat, um dort das Überqueren der Straße zu sichern, ist seit Montag eine Baustelle an der Einmündung des verkehrsberuhigten Abschnitts Gartenstraße auf die Bismarckstraße eingerichtet. Der Bürgersteig an der Bismarckstraße wird in Höhe Gartenstraße durchgezogen. Statt des Natursteinpflasters wird dort in Breite des Gehweges Betonsteinpflaster verlegt, auf dem Fußgänger mit Gehbehinderung besser unterwegs sind. „Wir senken den Bordstein ab, um eindeutige Verkehrsverhältnisse zu schaffen. Die Gartenstraße bleibt damit untergeordnet“, sagt Eckhard Hoffmann, Abteilungsleiter Umwelt und Technik, im Haller Rathaus. Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Innenstadt kommen, müssen deshalb – wie gehabt – warten.

Einbauten hinter der S-Kurve

Der Hintergrund: In einer Tempo-30-Zone gilt eigentlich generell die Rechts-vor-Links-Regelung. Dis Bismarckstraße, die noch mit 50 Stundenkilometern befahren werden darf, demnächst mit Tempo 30, wäre dann unsinnigerweise gegenüber der „Spielstraße“ wartepflichtig.

Das gleiche Vorgehen ist für die Aufmündung der oberen Schmisingstraße auf die Gartenstraße vorgesehen. Die Nutzer der Schmisingstraße – eine reine Anliegerstraße– müssen dann zweifelsfrei der übergeordneten Gartenstraße Vorrang lassen. Eckhard Hoffmann: „So wie es heute eigentlich schon gelebt wird“.

Demnächst umgesetzt wird auch das Resultat eines Verkehrsversuchens an der Goebenstraße/Margarete-Windthorst-Straße, der ebenfalls mit zum flächendeckenden Tempo-30-Konzept gehört. Mit den Einbauten hinter der S-Kurve habe es in der Testphase keine Schwierigkeiten gegeben, berichtet Eckhard Hoffmann. Wer aus Richtung Hesseln komme und in Höhe der Einmündung Mühlenweg feststelle, dass sich die Verkehrssituation ändert, werde durch die Einbauten abgebremst und fahre dementsprechend langsamer.

Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, kann die Straßenverkehrsbehörde die Anordnung Tempo 30 vornehmen und damit dem politischen Wunsch in Halle entsprechen. Eckhard Hoffmann: „Wir werden das noch mit dem Straßenverkehrsamt abstimmen.“

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