Breitbandausbau in Halle kommt gut voran
90 Kilometer Internet-Leitung verlegt

Halle (WB). Der Breitbandausbau in Halles ländlichen Bereichen kommt trotz Corona-Krise gut voran. Das meldet die hallewestfalen.net GmbH in ihrem aktuellen Quartalsbericht.

Dienstag, 30.06.2020, 06:00 Uhr
Foto: Johannes Wiese

Demnach wurden bisher Rohre in einer Länge von 89,5 Kilometer verlegt. Das sind 72 Prozent der Leitungstrasse. Mit der Aufstellung der ersten beiden Gebietsverteilstationen, den sogenannten Point of Presence (POP) in Kölkebeck und Hörste, habe das Projekt nun einen wichtigen Meilenstein erreicht.

„Bisher haben die beiden beauftragten Bauunternehmen nur wenige corona-bedingte Verzögerungen gemeldet“, berichtet Bauleiter Lothar Jung von der BIB TECH GmbH aus Rodenberg, der die Arbeiten koordiniert. „Das liegt daran, dass wir auf einer Bundesbaustelle arbeiten und deshalb Ausnahmegenehmigungen haben.“ Bei 182 von rund 750 Gebäuden, also etwa einem Viertel der Gebäude, liegen bereits die Rohrleitungen zu den Anschlusspunkten im Haus.

Glasfaser ab Mitte Juli

„Ab Mitte Juli beginnen wir damit, hier die Glasfaserkabel zu den Hausanschlüssen einzublasen“, kündigt Jung an. „Gleichzeitig werden in den Häusern die Übergabeanschlüsse (APL) installiert, an denen das Netz des Netzbetreibers endet.“ Nachdem das Netz in Betrieb genommen wurde, könnten die Gebäudebesitzer dann die zukünftige Netzpächterin Deutsche Telekom beauftragen, das Hausnetz vom bisherigen Versorgungspunkt auf den neuen Glasfaser-Anschlusspunkt (GF-APL) umzustellen.

Von den POP-Gebäuden verlaufen die Leitungen zu den insgesamt 48 Kabelverteilstationen (KVz), von denen acht Stück errichtet und viele bereits in Arbeit sind. Die Standorte der jetzt aufgestellten POP-Gebäude sind Hörste (Tiegstraße) und Kölkebeck (Hesselteicher Straße). Die anderen drei in Künsebeck (Teutoburger Weg), Halle Nord (Lindenschule) und Halle Süd (Wasserwerkstraße) werden Ende Juli geliefert und eingebaut. An diesen POP-Stationen wird das Netz der hallewestfalen.net GmbH an das Netz der Telekom angeschlossen.

Erschwerte Bedingungen

„Gerade die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige Internet-Infrastruktur für unser Leben ist“, erklärt Johannes Wiese, der zusammen mit Jochen Strieckmann die Geschäfte der hallewestfalen.net führt. „Wir sind froh und stolz auf die beteiligten Partner, die unter den sehr erschwerten Bedingungen hier alle Großartiges geleistet haben.“

Als 100-prozentige Tochter der Stadt Halle soll die hallewestfalen.net GmbH in den – vorwiegend – ländlichen Bereichen Halles überall da maximal schnelles Internet bereitstellen, wo die privaten Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen nicht in den Ausbau der Technik investieren.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitbandausbau durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (50 Prozent) und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (40 Prozent) gefördert. Zehn Prozent der Investitionen bringt die Stadt Halle ein.

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