Auf dem Gelände der Firma Bültmann in Halle soll große Wohnbebauung entstehen
Baustoffhandlung wird aufgegeben

Halle (WB/SKü). Die traditionsreiche Baustoffhandlung Bültmann an der Kaiserstraße in Halle soll aufgegeben werden. Dadurch ergeben sich für die Nutzung des bisher gewerblichen Grundstücks an der Ecke zur Aufmündung der Kaiserstraße städtebaulich interessante neue Möglichkeiten, die die Grundeigentümer mit der Bauverwaltung der Stadt bereits diskutiert haben.

Donnerstag, 11.06.2020, 07:00 Uhr
Blick auf die Baustoffhandlung Bültmann an der Kaiserstraße/Ecke Bismarckstraße. Der Betrieb soll aufgegeben werden, stattdessen eventuell betreutes Wohnen entstehen. Foto: Ulrich Fälker

Das Stadtplanungsbüro Tischmann/Loh hat im Planungsausschuss eine größere Änderung des Bebauungsplanes Nr. 86 „Kaiserstraße, Bismarckstraße, Gartenstraße, Graebestraße“ erarbeitet, die in die frühzeitige Bürgerbeteiligung gehen wird.

Diese Planung schließt neben der Prüfung von Umnutzungsmöglichkeiten auf dem Areal der Baustoffhandlung Bültmann auch weitere sogenannte Nachverdichtungen mit Wohnbebauung in zweiter Reihe in anderen Ecken des Bebauungsplanes ein. Auf dem Gelände der Firma Bültmann soll den Plänen zufolge Wohnbebauung mit Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern entstehen. Im Kreuzungsbereich von Kaiser- und Bismarckstraße soll die Bebauung korrespondierend zu den gegenüber liegenden Gebäuden auf bis zu 3,5 Geschosse anwachsen.

Tiefgaragen sind bislang nicht geplant

Die vorliegenden Varianten sehen unterschiedliche Gebäudestellungen und Zufahrten auf das heutige Bültmann-Gelände vor. Tiefgaragen sind offenbar bislang nicht geplant. Der Stellplatz-Bedarf könne bisher überirdisch abgedeckt werden, so Loh. Das hänge aber auch mit der späteren Nutzung zusammen. Offenbar ist auch daran gedacht, in allen oder einzelnen Häusern betreutes Wohnen für ältere Menschen unterzubringen. Wegen der Zentrumsnähe des Standortes äußerten sowohl die Planungsausschuss-Vorsitzende Ulrike Sommer (SPD) als auch Dr. Kirsten Witte (Grüne), dass dies ein spannender Gedanke sei.

Im Eckbereich von Graebestraße und Schulstraße schlägt Stadtplaner Loh die Ausweisung von fünf beziehungsweise sieben Einfamilienhaus-Baugrundstücken vor. Doch bei einer der zwei Planungsvarianten müssten Grundeigentümer wegen der beengten Verhältnisse zwingend miteinander zusammenarbeiten, was als nicht selbstverständlich gilt. Loh machte weiterhin deutlich, dass eine Reihe stadtbildprägender Bäume im Plangebiet erhalten und im Bebauungsplan festgesetzt werden sollen.

 

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