Julia Steinweg und Friederike Hegemann erlaufen in Halle-Künsebeck 2220 Euro für den guten Zweck
Mit Kilometern gegen Corona

Halle-Künsebeck (WB). Laufen für den guten Zweck hat mittlerweile Tradition in Künsebeck. Schon mehrfach fand der „Global 6 Run“ für sauberes Trinkwasser dort statt. Allein im letzten Jahr gingen mehr als 250 Läufer beim Spendenlauf an den Start, und es konnten über 3330 Euro Spenden für die Hilfsorganisation Worldvision gesammelt werden.

Mittwoch, 10.06.2020, 06:00 Uhr
Im Wechsel leisteten viele Künsebecker den beiden Organisatorinnen Julia Steinweg (4. von links) und Friederike Hegemann (rechts) Gesellschaft bei ihrem Spendenlauf. Foto: Kerstin Panhorst

Eigentlich war eine Wiederholung geplant, doch die Corona-Pandemie machte den Organisatoren einen Strich durch die Spenden-Rechnung. „Die Krise hat uns alle erreicht und trifft besonders hart die Ärmsten dieser Welt; es musste doch eine Möglichkeit geben, Unterstützung für die Organisation Worldvision zu bekommen. Um die Ausbreitung der Krankheit Covid-19 einzudämmen und betroffenen Menschen auf der ganzen Welt zu helfen, müssen wir zusammenarbeiten“, erklärt Organisatorin Friederike Hegemann.

Weitere Sportbegeisterte liefen virtuell oder durch Künsebeck mit

Gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden des TV Deutsche Eiche Künsebeck, Julia Steinweg, überlegte sie sich deshalb eine Alternative, die nun am Wochenende über die Bühne ging. Die beiden Läuferinnen drehten passend zum Global Running Day gemeinsam Runde um Runde durch Künsebeck und sammelten mit jedem zurückgelegten Kilometer unter dem Motto „Wir laufen, ihr spendet“ Geld für den guten Zweck.

Zwischendurch schlossen sich – natürlich immer im vorgeschriebenen Mindestabstand – andere Läufer, Fahrradfahrer und Nordic Walker an, die den beiden Gesellschaft leisteten. Mehr als 25 weitere Sportbegeisterte liefen virtuell an ihrem Ort oder durch Künsebeck zur Unterstützung mit. „Bereits ab Runde eins standen Mitläufer vom Lauftreff am Start, später ab mittags stießen die Walker hinzu, während andere wieder die Runde verließen. Ein stetiger Wechsel und eine Zusage, dass wir das Richtige tun, das hat uns echt getragen“, freut sich Friederike Hegemann.

Über den eigenen Tellerrand schauen und dort helfen, wo es nötig ist

Wer nicht selbst laufen mochte, konnte als Sponsor helfen. „Innerhalb kürzester Zeit hatten wir rund 40 Spendenzusagen,“ berichtet Julia Steinweg. Die Sponsoren konnten selbst einen Beitrag wählen, den sie pro gelaufenem Kilometer der Organisatorinnen spenden wollten. Mit insgesamt 50 gelaufenen Kilometern kamen am Ende des Tages 2220 Euro zusammen. Das Geld geht an die christliche Organisation Worldvision Deutschland e.V., die sich als Kinderhilfswerk mit Kinderpatenschaften für die Bekämpfung von Hunger und Elend in benachteiligten Ländern einsetzt.

„Das Coronavirus wird die ärmsten Regionen der Welt schwer treffen und verheerende Auswirkungen haben. Wenn Kinder ihre Familie durch Krankheit verlieren, sind sie auf sich allein gestellt und besonders verletzlich: Unterernährung, Armut, Missbrauch und Gewalt sind häufig die Folgen“, erläutert Julia Steinweg. Für sie und Friederike Hegemann ist es deshalb wichtig und selbstverständlich, über den eigenen Tellerrand zu schauen und dort zu helfen, wo es nötig ist.

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