Kommentar zur mangelnden Ärzteversorgung in Halle
Gesundheitspolitik mit Tempo 30

Auf der Goebenstraße in Halle ist in dieser Woche eine Einengung aufgebaut worden, sodass Pkw im Gegenverkehr nicht mehr gleichzeitig passieren können. Nicht nur zum Schichtwechsel bei der anliegenden Firma Storck sorgt die Schikane für viel Verdruss bei Pkw-Fahrern auf einer der wichtigsten Haller Zubringerstraßen. Egal. Die Engstelle ist eine weitere gezielte Maßnahme zur Durchsetzung von flächendeckendem Tempo 30 in Halle, was SPD, Grüne, UWG mit Überzeugung gemeinsam voran treiben.

Sonntag, 07.06.2020, 12:03 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 12:06 Uhr
Tempo 30 und Ärzteversorgung: Im Haller Rathaus werden die falschen politischen Prioritäten gesetzt, meint der WB-Kommentator. Foto: Kalka

Spurwechsel: Auf der Steinhagener Lokalseite finden Leser in der Wochenendausgabe eine Geschichte über eine Ärztin aus Halle , die im benachbarten Brockhagen in einer Hausarztpraxis die Nachfolge eines älteren Kollegen antreten und damit die Versorgung dort langfristig sichern wird. Der Gemeinde Steinhagen ist zu gratulieren, denn dort gibt es schon lange keinen Ärztenotstand mehr.

Ganz im Gegensatz übrigens zu Halle, das offiziell ein stark unterversorgter Bereich ist. Weshalb ein Allgemeinmediziner 60.000 Euro Starthilfe vom Land bekommt, wenn er sich hier niederlässt. Doch in Halle ist besagte Ärztin (es ist übrigens nicht die einzige Kandidatin) von niemandem angesprochen worden, weil im Rathaus Ärzte-Akquise offenbar kein Thema ist. Was letztlich eine Frage der (falschen) politischen Prioritäten ist. Womit wir wieder beim Thema Tempo 30 wären. Soviel muss klar sein: Bleibt Halle beim Thema Ärzteversorgung weiter untertourig unterwegs, wird diese Stadt gesundheitspolitisch bald aus der Kurve fliegen.

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