UWG Halle stellt keinen Bürgermeisterkandidaten und möchte Anzahl der Ratssitze steigern
„Wir können mehr als drei“

Halle (WB/mk). Die Unabhängige Wählergemeinschaft wird bei der Kommunalwahl am 13. September keinen Kandidaten für das Bürgermeisteramt ins Rennen schicken.

Freitag, 05.06.2020, 05:00 Uhr
Die UWG geht selbstbewusst in die Wahl: (von links) Fraktionschef Karl-Heinz Wöstmann, Anja Pohlmann, Manfred Stockhecke, Karin Kozlowski und Vorsitzender Michael Koch.

Dies bekräftigte der UWG-Vorstand beim Pressegespräch im Bürgerzentrum Remise und machte zugleich deutlich, dass er dem Amt ohnehin eine nur begrenzte Bedeutung beimisst. „Die Bürgermeisterin ist nur Chefin der Verwaltung. Gestalter sollte die Politik mit den gewählten Vertretern der Fraktionen sein“, erklärt UWG-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Wöstmann.

Die Bürgermeisterkandidaten einladen

Wie die Verantwortlichen betonen, wollen sie mit der UWG vor allem eine objektive und sachorientierte Arbeit leisten. Dazu möchten die Unabhängigen aber schon die Bürgermeisterkandidaten der anderen Parteien näher kennenlernen. „Wir wollen die Bewerber einladen und ihnen die Möglichkeit geben, sich und ihr Programm vorzustellen“, erklärt UWG-Vorsitzender Michael Koch, der sich davon Erkenntnisse erhofft, wie die politische Zusammenarbeit aussehen könnte.

Karl-Heinz Wöstmann ist es zudem wichtig hervorzuheben, dass die UWG mit einer „guten Mischung“ aus jungen und älteren Bürgern ins Rennen um Wählerstimmen geht. „Die Altersspanne reicht von 18 bis 65 Jahre. Es sind unterschiedlichste Berufsgruppen, Schüler, Studenten und Pensionäre dabei. Wir werden alle Wahlkreise besetzen“, erklärt Wöstmann. Unter den Bewerbern der UWG seien einige erfahrene, aber auch neue Gesichter wie Stefan Gerdröwekamp oder Sebastian Mahnke. Die offizielle Aufstellung der Kandidaten soll dann am 17. Juni im Rahmen der Mitgliederversammlung im Schulzentrum Masch stattfinden.

An keine Parteivorgaben gebunden

Punkten möchte die UWG vor allem mit ihrer Unabhängigkeit. „Wir sind an keine Parteivorgaben gebunden und können uns stattdessen an Sachthemen orientieren“, sagt Michael Koch, der ausdrücklich betont, dass es sich bei der UWG eben nicht um eine Partei handele. „Es geht uns um die Sache und die Menschen vor Ort. Wir wollen gemeinsam schauen, was für unsere Stadt, unsere Heimat am besten ist“, so Koch.

Um auch in Zeiten von Corona Präsenz zu zeigen, möchte die UWG ihre Auftritte in den Sozialen Medien verbessern und im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten auch persönlich um Wählerstimmen werben, so dass es am Ende vielleicht mehr als die aktuell drei Sitze im Stadtrat werden. „Vier bis fünf Sitze wären schon toll. Wir können mehr als drei und verfügen auch über die Kompetenz dazu“, sagt Michael Koch, der mit der UWG fünf Schwerpunkthemen für den Wahlkampf ausgemacht hat.

Einzelhandel stärken, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Bürger mit entscheiden lassen

Da wäre zum einen die Innenstadtentwicklung mit einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität (schöne Ecken schaffen, Beseitigung von Kopfsteinpflaster für Senioren), die Stärkung des Einzelhandels sowie die Entwicklung der „rechten Herzhälfte“. Zum anderen liegt der UWG die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum am Herzen und die Mitbestimmung von Bürgern. Auch das vermehrte Engagement in Bürgerinitiativen wird begrüßt. Und auch der Umweltschutz soll eine tragende Rolle in der politischen Arbeit bekommen. Genauso wollen die Unabhängigen wie bisher ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung und die Belange der Haller Ortsteile werfen.

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