Noch keine heiße Fährte: Polizei sucht weiterhin Zeugen zum gelegten Waldbrand am 25. April
Nach Brandstiftung im Teuto: Ermittler werten Spuren aus

Werther/Halle (WB). Die Un­tersuchungen der Kriminalpolizei zu dem großen Brand im Teutoburger Wald, dessen Bekämpfung am Abend des 25. April einen Großeinsatz der Feuerwehr mit insgesamt etwa 300 Einsatzkräften aus Werther, Halle und auch der weiteren Umgebung auslöste, haben zwar noch zu keinen greifbaren Ergebnissen geführt. Doch die Ermittlungen laufen weiter und die Bevölkerung ist weiterhin aufgerufen, eventuelle Beobachtungen, womöglich auch im persönlichen Umfeld, der Polizei mitzuteilen.

Mittwoch, 06.05.2020, 19:36 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 19:38 Uhr
Feuer im Teuto: Auch Detailbeobachtungen können helfen, die Schuldigen des Brandes vom 25. April zu ermitteln. Foto: Küppers

Vier Feuer auf dem Kamm innerhalb von zehn Minuten entfacht

Wie Polizeisprecherin Katharina Felsch dem WESTFALEN-BLATT auf Anfrage mitteilte, haben Brandermittler der Kriminalpolizei die verschiedenen Brandstellen auf dem Kamm des Teutoburger Waldes zwischen Werther und Halle auch mit besonders trainierten Spürhunden abgesucht. Dabei seien an den vier ausgemachten Brandentstehungsstellen auch Proben genommen worden, deren Untersuchung und Auswertung allerdings noch andauere, teilte Felsch mit. Wie mehrfach berichtet, gilt Brandstiftung von bislang unbekannten Tätern als gesichert.

Neben einer kleineren Stelle am Kammweg ist Felsch zufolge in drei Fällen sogenanntes Stapelholz in Brand gesetzt worden. Welche Hilfsmittel dafür benutzt worden seien, sei noch nicht klar. Die Ermittler gingen jedoch davon aus, dass alle vier Feuer innerhalb von nur zehn Minuten entfacht worden seien.

Sind Zeugen vielleicht verschmutzte oder verrauchte Kleidung aufgefallen?

Noch an dem späten Samstagabend hatte die Polizei auf Wer­theraner Gebiet zwei Männer festgesetzt , die sich laut Polizei verdächtig gemacht hatten, weil sie sich versteckt hätten. Bei Befragungen noch in der Nacht durch Brandsachverständige der Kriminalpolizei in Gütersloh habe sich ein Tatverdacht jedoch nicht erhärten lassen, weshalb die Männer wieder auf freien Fuß kamen. Wie Katharina Felsch auf Nachfrage mitteilte, gelten besagte Männer nach derzeitigem Stand nicht mehr als verdächtig. Die Männer hätten wohl keine Lust gehabt, auf die Polizei zu treffen, doch das sei für sich genommen ja noch nicht strafbar, so die Sprecherin.

Ihren Angaben zufolge sind bei der Polizei bereits zahlreiche Zeugenhinweise eingegangen. Eine heiße Spur hat sich aber offenbar noch nicht ergeben. Gleichwohl ermuntert Felsch die Bürger auch weiterhin verdächtige Beobachtungen in dem fraglichen Zeitraum zu melden. Zeugen hatten gegen 20.40 Uhr an dem Samstagabend (25. April) erste Brände beobachtet. Laut Felsch können auch Beobachtungen im persönlichen Umfeld für die Polizei eventuell interessant sein, wenn zum Beispiel verdreckte Schuhe und Kleidung oder Brandgeruch in ihr wahrgenommen worden sei. Wer Hinweise geben kann, wendet sich an die Polizei in Gütersloh unter Tel. 05241/8690.

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