Waldbrände im Teuto: Polizei geht weiter von Brandstiftung aus
Ermittlungen dauern an

Halle/Werther  (WB). Die Polizei geht weiter von Brandstiftung als Ursache der Waldbrände am Samstagabend im Teuto aus: „Das ist für uns erst einmal logisch. Wie sollte es sonst an drei Stellen gleichzeitig anfangen zu brennen?“, sagte Polizeisprecherin Katharina Felsch dem WESTFALEN-BLATT am Montag.

Dienstag, 28.04.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 07:08 Uhr
Am Tag danach: Halles Wehrführer Wilhelm Köhne inspiziert eine der Brandstellen direkt am Kammweg. Foto: Bluhm-Weinhold

Einige Hinweise sind auf den Zeugenaufruf der Polizei eingegangen, die jetzt ausgewertet werden. Wie berichtet, mussten zwei zunächst verdächtige Männer Sonntagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Zudem haben sich die Brandermittler am Montag die drei Hauptbrandstellen, die 100 bis 200 Meter auseinander liegen, noch einmal von oben aus dem Hubschrauber angesehen. Das diene, so Katharina Felsch, unter anderem dazu, Hinweise zum Ausbruch der Brände zu verifizieren.

Feuer im Teutoburger Wald

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  • Feuer im Teutoburger Wald
Foto: Christian Müller, Stefan Küppers und weitere
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Das schnelle Eingreifen und der massive Löschangriff gleich einer ganzen Reihe von Feuerwehren haben nach Ansicht von Halles Wehrführer Wilhelm Köhne Schlimmeres verhindert: „Und wir hatten auch ein bisschen Glück, dass wenig Wind war. Sonst hätten wir schon aus Gründen der Eigensicherung unsere Fahrzeuge gar nicht so direkt an die Brandherde bringen können“, sagte er im WB-Gespräch. Dank des geländegängigen Unimog-Fahrzeugs sieht Köhne die Haller Feuerwehr gut gerüstet auch für Waldbrände – zumal das Fahrzeug einen mit 4800 Litern recht großen Wasservorrat an Bord hat. Wie berichtet, war die Wasserversorgung im Berg über die Tanklöschfahrzeuge hinaus nur mit einem Wasserpendelverkehr und kilometerlangen Schlauchleitungen sicher zu stellen. Der Unimog war Samstagabend auf dem Kamm im Einsatz. Und auch, als spät in der Nacht erneut Feuer am Bergfrieden aufflackerte, haben ihn die Haller den Wertheraner Kollegen zur Verfügung gestellt.

Spezialausrüstung von der Kreisfeuerwehr

Spezialisiert auf Waldbrände ist auch die Kreisfeuerwehr Gütersloh mit einem Ausrüstungsmodul, wie es im Regierungsbezirk flächendeckend angeschafft werden soll. Dazu gehören, wie der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Huchtmann erläuterte, unter anderem spezielle dünne Schläuche mit Düsen auch für Sprühnebel, Löschrucksäcke und 8000-Liter-fassende Faltbehälter für Wasser. Des Weiteren fasst der Abrollbehälter „Mulde“ bis zu 30.000 Liter als Wasserzwischenspeicher.

Die Bekämpfung von Waldbränden gehört für die Feuerwehrleute zur normalen Ausbildung. Gerne würde Wilhelm Köhne auch eine Übung im Wald anbieten und ist dazu mit der Forstbehörde im Gespräch. Indes: „Wald ist ein sensibles Gebiet.“ Seiner Einschätzung nach werden Waldbrände in Zukunft wegen der trockenen Wetterlagen zunehmen: „In den 40 Jahren, in denen ich bei der Feuerwehr bin, hat es noch nie auf dem Kamm gebrannt.“ Die meisten Menschen, die sich dort aufhalten, sind seiner Ansicht nach sehr rücksichtsvoll – das Problem von Brandstiftungen gebe es natürlich immer.

Insgesamt ist nach Schätzung von Förster Johannes-Otto Lübke nur eine relativ kleine Fläche, insgesamt nicht mehr als ein guter halber Hektar, abgebrannt. Aber: „Alle Feuer sind inmitten von großen Fichtenkomplexen entstanden. Das hätte größeren Schaden geben können“, so Lübke. Wie geht man mit diesen Flächen jetzt um? „Im Sommer müssen sie geräumt werden. Im Herbst werden wir aufforsten.“

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