Hotline für Jugendliche ins zweite Zuhause – Neue virtuelle Angebote Jugendzentrum digital

Halle (WB). Die Schulen sind geschlossen und das öffentliche Leben steht still – auch das Haller Jugendzentrum ist von den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie betroffen. Und das trifft viele Jugendliche besonders hart, schließlich ist der Treffpunkt in der Remise für sie fast ein zweites Zuhause.

Von Sara Mattana
Digital erreichbar für die Haller Jugendlichen ist in Zeiten von Corona das Team aus dem Jugendzentrum: (links oben): Wibke May, Marcus Rauch, Julia Mattana sowie (unten) Martin Göbel und Natalie Dück. Screenshot/
Digital erreichbar für die Haller Jugendlichen ist in Zeiten von Corona das Team aus dem Jugendzentrum: (links oben): Wibke May, Marcus Rauch, Julia Mattana sowie (unten) Martin Göbel und Natalie Dück. Screenshot/

Um den Kontakt dennoch aufrechterhalten zu können, setzen die Pädagogen der Stadt verstärkt auf digitale Kanäle. So hat das Team des Jugendzentrums eine Hotline eingerichtet, über die sie für die Jugendlichen täglich telefonisch erreichbar sind. „Sie können anrufen und mit uns über ihre Sorgen und Ängste sprechen. Aber auch, wer einfach nur reden möchte, kann uns erreichen“, sagt Marcus Rauch, der über die Hotline ebenso wie seine Kollegen Martin Göbel, Julia Mattana, Natalie Dück und Wibke May erreichbar ist.

Außerdem besteht neuerdings jeden Dienstag und Donnerstag die Möglichkeit, sich über die Videochat-Plattform „Zoom“ mit den Pädagogen auszutauschen. „Das Angebot wird schon sehr gut angenommen. Das Corona-Virus ist dabei natürlich oft Thema und einigen Jugendlichen fällt zu Hause schon die Decke auf den Kopf“, sagt Marcus Rauch, der den Jugendlichen gelegentlich auch Sport-Videos zum Mitmachen oder Rezepte empfiehlt – denn das Kochen und Backen haben viele der Teenager seit der Kontaktsperre für sich entdeckt.

Da sich aber dennoch gelegentlich kleine Gruppen von Jugendlichen in der Stadt treffen, sind die Pädagogen derzeit auch draußen unterwegs. „Wir sind nicht das Ordnungsamt und verteilen auch keine Strafen. Wir sprechen die Jugendlichen an und klären sie darüber auf, wieso es wichtig ist, sich an die Kontaktsperre zu halten. Die meisten sind dann auch sehr einsichtig“, sagt Marcus Rauch, der derzeit gemeinsam mit seinen Kollegen auch ein weiteres Projekt ins Leben rufen möchte.

Nach dem Vorbild von Online-Spiel-Communities soll ein „virtuelles Jugendzentrum“ entstehen, in dem eigene Chat-Portale eingerichtet werden. Dort können die Jugendlichen dann miteinander schreiben, sprechen oder einen Videochat starten. „Dieses Projekt befindet sich momentan noch in der Testphase“, sagt Marcus Rauch, der alle Haller Jugendlichen mit den digitalen Angeboten ansprechen möchte.

Denn obwohl die Hotline und die Video-Treffen derzeit nur von regelmäßigen Besuchern des Jugendzentrums genutzt werden, können die Angebote von allen Interessierten genutzt werden. „Besonders freue ich mich darüber, dass sich auf diesem Wege auch wieder ehemalige Besucher gemeldet haben, die früher oft bei uns waren“, sagt Marcus Rauch.

So ist das Jugendzentrum erreichbar: Bis Donnerstag, 10. April, ist Marcus Rauch (0151 41436944) von 10 bis 15 Uhr und Wibke May (0151 25692294) unter der Woche täglich von 15 bis 18 Uhr erreichbar. Nach den Osterfeiertagen sind ab dem 13. April Julia Mattana (0151 41436942) von 10 bis 15 Uhr und Martin Göbel (0160 7460367) von 15 bis 20 Uhr erreichbar. Auch über Facebook, Instagram und Whatsapp sind die Pädagogen nach wie vor ebenso wie per E-Mail an info@juz-halle.de erreichbar.

Um am Zoom-Videotreffen teilzunehmen, muss unter dem Link https.//us04web.zoom.us/j/721893009 die Meeting-ID 721 893 009 eingegeben werden.

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