Online abrufbar: Markus Stein aus Werther spielt Stück für die Karwoche – Vorbild ist Orgel in Frankreich
Fast wie in der Kirche

Werther/Halle (WB). Eigentlich war Markus Stein auch für den vergangenen (Palm-) Sonntag als Organist für die Messe in der Haller Herz-Jesu-Kirche eingeplant. Doch mit der Corona-Krise veränderten sich die Planungen, Gottesdienste in Kirchen gibt es derzeit nicht. Kein Grund, auf Orgelmusik verzichten zu müssen, findet Stein.

Mittwoch, 08.04.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 07:32 Uhr
Orgel und Orgelpfeifen, dazu ein PC-Programm: Markus Stein an einem seiner professionell ausgestatteten Instrumente. Foto: ID Kommunikation Stein

Wenn vielerorts Gottesdienste aufgezeichnet werden und online abrufbar sind, dann kann man das auch mit passender Orgelmusik so machen. „Es sind Zeiten, die uns bedrücken und zugleich enorm fordern“, sagt Markus Stein. „Auch wenn wir im Moment keine Messen musikalisch begleiten können, so möchte ich allen einen musikalischen Gruß senden, den ich auf meiner besonderen Hausorgel eingespielt habe“, sagt der Organist.

Akustik fast wie in Notre Dame de Metz

Wobei „Hausorgel“ vielleicht schon zu bescheiden klingt. Schließlich ergänzt der Wertheraner auch für das jetzt eingespielte Stück sein Instrument zu Hause mit einem Sample-Set: Das bringt, einfach ausgedrückt, die Klänge einer Kirchenorgel über den heimischen PC in entsprechender Akustik in die Wohnzimmer.

Markus Stein spielte jetzt die „Chaconne“ in f-Moll von Johann Pachelbel, ein mehr als 300 Jahre altes Stück – „das aktueller nicht sein könnte“, findet Stein. „Es klingt teils verhalten, teils heiter-optimistisch, dann wieder zurückhaltend. Genau wie viele Menschen in der Corona-Krise fühlen und hoffen. Und das Stück hatte ich ohnehin für die Karwoche eingeplant.“ Das erwähnte Sample-Set gibt die Klänge der Cavaille-Coll-Orgel in der Kirche Notre Dame im französischen Metz wieder. „Ich habe ohnehin eine Affinität zu französischen Orgeln, und diese passt perfekt zu der Charakteristik des Stückes“, sagt der Wertheraner, der schon eine Fortsetzung seines Projektes erwägt.

Anhören lässt sich das Ganze auf www.youtube.de.

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