Kreis Gütersloh veröffentlicht neue Fallzahlen – Aufstockung der Bürgerhotline 80 laborbestätigte Coronainfektionen

Gütersloh (WB). Im Kreis Gütersloh gibt es aktuell (Stand 16. März, 12.30 Uhr) insgesamt 80  laborbestätigte Coronainfektionen .

Blick auf ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Händeschütteln bitte vermeiden!“
Blick auf ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Händeschütteln bitte vermeiden!“ Foto: dpa

Davon in:

Borgholzhausen: 1 (1)

Gütersloh: 28 (23)

Halle: 2 (1)

Harsewinkel: 3 (2)

Herzebrock-Clarholz: 1 (1)

Langenberg: 1 (1)

Rheda-Wiedenbrück: 10 (9)

Rietberg: 9 (9)

Schloß Holte-Stukenbrock: 6 (6)

Steinhagen: 10 (9)

Verl: 6 (6)

Versmold: 3 (3)

In Klammern sind die zuletzt veröffentlichten Fallzahlen (Stand 16. März, 10 Uhr) aufgeführt.

In der zweiten Sitzung des Krisenstabes am Montag wurde die  Situation nach der sehr dynamischen Entwicklung am Wochenende bewertet. „Die Fallzahlen steigen weiter an“, erklärt Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch. Mittlerweile gibt es bereits rund 80 bestätigte Fälle im Kreis Gütersloh. „Aufgrund der Überlastung der Leitungen erreichen uns derzeit neue Laborbefunde nicht oder nur sehr zeitverzögert. Insoweit gehen wir davon aus, dass die Fallzahlen deutlich höher liegen. Zudem gibt es noch eine niedrige dreistellige Vielzahl von Verdachtsfällen, die uns von Hausärzten gemeldet wurden.“

Konzentration des Gesundheitsamts liegt Neuinfizierten

Die derzeitige Konzentration des Gesundheitsamts liegt auf den Menschen, die sich laborbestätigt neu infiziert haben, und auf den Kontaktpersonen, die in der medizinischen und pflegerischen Versorgung oder in kritischen Infrastrukturen tätig sind. „Es ist schlicht nicht mehr möglich, alle anderen Kontaktpersonen anzurufen, und auch nicht mehr möglich, die Vielzahl aller eingehenden Einzelanfragen zu beantworten“, so der Dezernent. „Wir sind in einer Situation, in der wir uns auf die ganz wesentlichen Fragen konzentrieren und die vorgenannten Prioritäten setzen müssen.“

Der Kreis stellt die Durchführung der Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz ab sofort ein, um die stärkere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Hintergrund: Die Belehrungen finden in der Regel in Gruppen statt. Auch Einzelbelehrungen werden nicht mehr durchgeführt, um Ballungen in Wartebereichen zu verhindern.

Informationsbedarf ist enorm

„Heute sind bei unserer Bürgerhotline sehr viele Anrufe eingegangen. Nach diesem Wochenende, in dem das Land weitreichende Maßnahmen beschlossen hat, war der Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger enorm“, so Kuhlbusch weiter. „Um Abhilfe zu schaffen, haben wird die Anzahl der Mitarbeiter von vier auf sieben aufgestockt. Da Zahl der Leitungen technisch begrenzt ist, werden wir die Hotline dadurch entlasten, dass die Fragen zu Themen wie Schulen, Kitas und Pflege zu weiteren Mitarbeitern im Hintergrund durchgestellt werden.“ Die Bürgerhotline ist unter der Telefonnummer 0 52 41/85 45 00 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Die Gesellschaft pro Wirtschaft GT hat als erste Orientierungshilfe für Gewerbetreibende und Freiberufler für Erstanfragen zur Corona-Thematik eine Servicehotline eingerichtet. Diese ist unter der Telefonnummer 0 52 41/85 14 09 von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Betreuung an fast allen Schulen gesichert

Im Kreis hat sich am Montag gezeigt, dass die Betreuung an fast allen Schulen gesichert werden konnte. Lediglich das Ems-Berufskolleg und die Grundschule Loxten sind geschlossen geblieben. Vor allem in Kitas ist die Betreuung für Kinder von sogenannten Schlüsselpersonen gesichert.

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