Stadt holt alle Beteiligten an einen Runden Tisch – auch Vertreter der OWL-Arena
Wer spielt in Zukunft auf der Osning?

Halle (WB). Die Osningkampfbahn war einmal Halles schönster Fußballplatz. Heute spielt sie als Sportplatz eher in der zweiten Liga. Doch das freie Gelände zwischen Wohnhäusern, Lindenbad und OWL-Arena weckt Begehrlichkeiten. Ein Runder Tisch wird sich demnächst mit der Zukunft der Anlage im Haller Westen befassen.

Samstag, 07.03.2020, 05:03 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 05:40 Uhr
Der Osning-Sportplatz hat für den SC Halle weitgehend ausgedient. Doch es gibt durchaus Nutzer des Geländes, das auch als Rettungsfläche für die OWL-Arena dient. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Fachbereichsleiterin Regina Bresser hat sich am Donnerstag im Sportausschuss für eine Gesamtbetrachtung der Anlage ausgesprochen. Den Anlass liefert die DLRG-Ortsgruppe. Weil sie ihr Vereinsheim um- beziehungsweise neu bauen will, hat sie bei der Stadt einen Antrag auf Übernahme von Planungskosten gestellt.

Die DLRG ist derzeit hauptsächlich in Containern zu Hause und nutzt zudem die „geerbten“ Sanitäranlagen in einem Gebäude, das unter Feuchtigkeit leidet. „Damit sich perspektivisch etwas ändert, wünscht sich die Ortsgruppe ein festes Gebäude“, sagte SPD-Ratsfrau Anke Ruprecht im Ausschuss. Den Schwimmern fehlt eine neue WC-Anlage, die übrigens auch von den Besuchern des Wasserspielplatzes genutzt werden könnte, kombiniert mit Lagerflächen, Platz für die Pflege von Materialien und Büroflächen.

Kombibad-Frage noch ungeklärt

Zu den Nutzern des Sportplatzes zählt auch die Lindenschule, die dort für die Bundesjugendspiele trainiert, Freizeitsportler, Tennisspieler, die beispielsweise während der Noventi Open mal an den Ball treten, und der SC Halle mit einigen Nachwuchs-Kicker-Gruppen. Wenn die beiden Kunstrasenplätze an der Masch fertig sind, könnte der Platz für ein niedrigschwelliges, nicht vereinsbasiertes Angebot genutzt werden, hat der Stadtsportverband angeregt: Yoga, Gymnastik, Fitnessgeschichten. Das ist laut Sportentwicklungskonzept für „die Osning“ wünschenswert. Außerdem prüft die Verwaltung die Errichtung von Wohnmobilstellplätzen an diesem Standort.

Der hat allerdings seine Schwierigkeiten. Denn die freie Rasenfläche neben der OWL-Arena dient in einem Katastrophenfall auch als Parkraum für die Fahrzeuge von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst. Laut Rettungskonzept ist die andere Hälfte der Fläche für die Einrichtung eines Behandlungsplatzes vorgesehen. Zudem ist die Osning Rettungsweg. Ergebnis einer Übung im Jahr 2017 war ein Einbahnstraßen-Konzept, sagt Abteilungsleiter Benjamin Potthoff: Damit sich die Einsatzkräfte nicht gegenseitig in die Quere kommen, sollen die Rettungsfahrzeuge vom Gausekampweg auf den Rasenplatz fahren, dort Verletzte aufsammeln und über die neue Zufahrt über den Mühlenweg zum Klinikum transportieren. Außerdem ist die Brücke über den Laibach im Notfall auch der kürzeste Rettungsweg für einen Teil der Besucher im Stadion. Potthoff: „Bei jeder Veranstaltung muss die komplette Fläche freigehalten sein.“ Ein weiterer Haken: Jetzt muss die Stadt erst einmal darüber entscheiden, ob sie vielleicht aus dem Lindenbad ein Kombi-Bad machen will. Das wurde erst am Mittwoch im Planungsausschuss in Aussicht gestellt.

Aus Sicht der Verwaltung sei es sinnvoll, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, unterstrich Fachbereichsleiterin Regina Bresser und nannte auch die aufsuchende Jugendarbeit und Vertreter der OWL-Arena als Gesprächspartner für einen Runden Tisch. Dieser soll möglichst zeitnah tagen.

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