Zählergebnis in Halle: Belastung ist in zwei Jahren streckenweise um ein Viertel gestiegen
Verkehr auf Alleestraße nimmt zu

Halle (WB). Der Verkehr auf der Alleestraße hat in den vergangenen beiden Jahren in einigen Abschnitten deutlich zugenommen. Das ist ablesbar aus den jüngsten Verkehrszählungen, die das Straßenverkehrsamt des Kreises Gütersloh im Februar durchgeführt hat.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 11:10 Uhr
Blick in die Alleestraße, deren Belastung binnen der letzten zwei Jahre streckenweise um 35 Prozent gestiegen ist. Foto: Stefan Küppers

Wie der zuständige Sachgebietsleiter in der Verkehrsbehörde, Bernhard Riepe, dem WB auf Anfrage mitteilte, wurden bei den Zählungen (jeweils mittwochs und donnerstags) im Bereich der unteren Alleestraße (Höhe Alte Lederfabrik) eine Zunahme festgestellt. So stieg hier die durchschnittliche Verkehrsbelastung in 24 Stunden von 6551 im Februar 2018 auf 7624 im Februar 2019 sowie 8209 im Februar 2020. Binnen zwei Jahren ist in diesem Abschnitt mithin die Verkehrsbelastung um etwa 1700 Kfz in 24 Stunden oder auch 25 Prozent angestiegen.

Am Kreisgymnasium noch mehr Verkehr

Noch höher liegt die Verkehrsbelastung im Bereich der mittleren Alleestraße in Höhe des Kreisgymnasiums. Auch hier ist binnen der vergangenen zwei Jahre eine Verkehrszunahme um etwa sechs Prozent zu verzeichnen. Total wurden hier 8503 im Februar 2018, über 8833 im Februar 2019 sowie zuletzt 9040 Kfz im Februar 2020 gezählt. Hier sind mehr Fahrzeuge in Richtung Innenstadt denn in Fahrtrichtung A33 unterwegs.

Eine dritte Zählung führte das Straßenverkehrsamt in Höhe des Alten Friedhofs durch. Hier wurden im Februar 2018 noch 8996 Kfz in 24 Stunden im Durchschnitt gezählt. Im Februar 2019 waren 9145 Kfz und im Februar 2020 schließlich 8526. Wegen möglicher Ungenauigkeiten (automatische Zählfehler bei Rückstaus beziehungsweise verstärkte Abbiegevorgänge in die Goebenstraße) will das Straßenverkehrsamt in nächsten Monaten weitere Zählungen durchführen. Auch an der Haller Westumgehung sowie im Verlauf der Ortsdurchfahrt B68 sollen in den kommenden Monaten (außerhalb der Ferienzeit) weitere Zählungen Aufschluss über möglicherweise veränderte Verkehrsflüsse nach dem Durchbau der A33 ergeben.

Bürgerinitiative erwägt Bürgerbegehren zur Alleestraße

Derweil hat die Bürgerinitiative Alleestraße bei ihrem jüngsten Treffen die Ergebnisse der letzten Umfragen auf der Homepage der Initiative (www.buergerinitiative-alleestrasse.de) besprochen. Auf die Frage „Die Alleestraße genießt Bestandsschutz. Wünschen Sie sich eine Veränderung?“ haben diesen Angaben zufolge 870 der 875 teilnehmenden Bürger mit Nein geantwortet. Im Rahmen des Stammtisches wurden laut Initiativensprecher Helmut Rose die Möglichkeiten eines Bürgerbegehrens beziehungsweise Ratsbürgerentscheides angesprochen. Da die Alleestraße Bestandsschutz genieße, der Umbau nicht zwingend nötig sei, sei also eine Umbauentscheidung demnach eine politische sei. Diese sollte dann auch durch die Bürger politisch entschieden werden.

Die Kommunalwahl böte sich hierzu an. Rose: „Wir möchten uns nicht zwischen zwei schlechten Vorplanungen entscheiden müssen.“ In einer der nächsten Versammlungen will die Initiative nach Überprüfung der rechtlichen Bedingungen in der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen das Thema weiter debattieren, andenken und entscheiden.

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