Melanie Schulz (28) hat sich viel vorgenommen
Halles erste Klimaschutzmanagerin

Halle( WB). Die politische Entscheidung, eine hauptamtliche Klimaschutzmanagerin im Haller Rathaus einzustellen, war im Haller Stadtrat durchaus umstritten. Mit der rot-grünen Mehrheit wurde die Stelle schließlich bereits Anfang des vergangenen Jahres durchgesetzt. Nach längerer Wartezeit ist jetzt eine Klimaschutzmanagerin tatsächlich gefunden, die Anfang Februar ihre Arbeit aufgenommen hat. Und Halles erste Klimaschutzmanagerin ist sogar eine waschechte Hallerin.

Dienstag, 18.02.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 05:04 Uhr
Abteilungsleiter Eckhard Hoffmann und Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann begrüßen die neue Klimaschutzmanagerin Melanie Schulz (2. von rechts). Eine neue Aufgabe in der Abfall- und Umweltberatung hat auch Janine Thannhäuser (2.v.l.). Foto: Küppers

Aus den Bewerbungen für diese Stelle ist schließlich die 28-jährige Melanie Schulz ausgewählt worden. Sie hat 2011 am Haller Kreisgymnasium ihr Abitur gebaut und anschließend Umweltwissenschaften studiert. Den Abschluss Bachelor in dieser Fachdisziplin absolvierte die naturliebende junge Frau an der Universität Bielefeld. Das Master-Studium an der Universität Greifswald führte Melanie Schulz nach eigenen Angaben auch deshalb nicht zu Ende, weil sie dieses für eine Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung („Hier kann ich besser als in der freien Wirtschaft an Stellschrauben für Klimaschutz drehen.“) nicht benötigt. In der Haller Verwaltung ist die neue Klimaschutzmanagerin als Sachbearbeiterin der Abteilung Technik und Umwelt (Leitung Eckhard Hoffmann) in der Bauverwaltung zugeordnet.

Die Stelle von Melanie Schulz ist zunächst auf zwei Jahre befristet und wird in diesem Zeitraum mit 65 Prozent der Kosten aus dem Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann („Diese Stelle mit einer Querschnittsaufgabe haben wir in der Verwaltung händeringend gebraucht.“) meinte, dass das Klimaschutzmanagement wohl über den Förderzeitraum hinaus eine dauerhafte Einrichtung bleiben werde.

Weil es eine ganze Weile dauerte, bis der Förderbescheid tatsächlich vorlag, hat Melanie Schulz erst zum Februar 2020 ihre Arbeit aufnehmen können. Ihre vorerst wichtigste Aufgabe ist laut Eckhard Hoffmann die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für Halle. Integriert bedeutet, dass möglichst viele Haller Akteure in das Konzept mit einbezogen werden sollen. Insbesondere soll sich die neue Klimaschutzmanagerin mit einer Analyse des Ist-Zustandes in Halle sowie den Themen Nahmobilität und Elektromobilität befassen. Bei den Themen CO2- und Energiebilanz soll sie mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Das Konzept soll dann in einen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmenkatalog münden.

Melanie Schulz freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Schulen und hat mit der Kollegin Janine Thannhäuser auch schon Ideen für Aktionen auf dem nächsten Umweltmarkt. Kurzfristig soll auch der Internetauftritt der Stadt bei Klima- und Umweltthemen stark verbessert werden.

 

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