Gebetstag: Frauen im Altkreis Halle tragen Gedanken aus Zimbabwe in die ganze Welt
Mut zum Aufbruch

Werther (WB). Die Impulse kommen diesmal aus Zimbabwe: Bevor am 6. März der nächste Weltgebetstag beginnt, bereiten sich die Frauen der Kirchengemeinden im Umkreis intensiv auf das Ereignis vor. Bei einem Workshop im evangelischen Gemeindehaus haben sie am Wochenende vieles über die Situation im Gastland erfahren und überlegt, wie die Anliegen der Menschen dort in die Welt getragen werden können.

Dienstag, 28.01.2020, 08:00 Uhr

Jedes Jahr machen sich die Frauen eines anderen Landes Gedanken um christliche Unterstützung in ihren Sorgen und Nöten. Meist geht es um das Schicksal Armer, die Bildung von Frauen und Jugendlichen und eine allgemeine Verbesserung des Lebens. War es im Vorjahr Slowenien, so lädt in diesem Jahr das afrikanische Zimbabwe ein. Nächstes Jahr wird es das pazifische Vanuatu sein.

Frauen helfen Frauen

Mediatorin Renate Schroeder hatte als Stellvertreterin des Kirchenkreises Zimbabwe besucht. In einer Dia-Show zeigte sie zu Beginn des Workshops, wie es dort aussieht. Neben beeindruckenden Erlebnissen einer Safari berichtete sie von verschiedenen Gruppierungen, in denen sich Frauen um Frauen kümmern, beispielsweise die »Little African Heroes«, einer Einrichtung, in der sich Frauen um Frühgeburten kümmern. Überzeugt hatte sie auch eine Bildungsinitiative, die Aids, Sexualität und Drogenkonsum vorbeugen will. Immerhin steckt Zimbabwe, unter anderem auch wegen der Misswirtschaft der Präsidenten Mugabe und seit 2017 Mnangagwa in einer tiefen Wirtschaftskrise.

Einer langen Tradition folgend stehen die Frauen gesellschaftlich an letzter Stelle, werden früh verheiratet und erbrechtlich benachteiligt. So freuen sie sich oft schon über sehr geringfügige Jobs, sammeln Müll und stellen aus Plastikresten Taschen her. Die Frauen haben sich daher den Mut zum Aufbruch auf ihre Fahne geschrieben und wollen mit dem Motto »Steh auf und geh!« andere anstecken. Sie beziehen sich dabei auf das Jesus-Wort, dass in der Bibel bei Johannes 5, 8 geschrieben steht. Dort wird ein Mann geheilt, der seit langer Zeit krank ist.

Impulse für die Praxis

Und so gab es bei dem Treffen in Werther Anregungen für die Gestaltung des Weltgebetstages vor Ort: Gottesdienstform, Rollenspiele, Lesungen und vom Land geprägte Lieder. Die seien in diesem Jahr besonders eingängig und singbar, meinte Renate Ordelheide, Vorsitzende der Frauenhilfen im Kirchenkreis, zusammen mit Kantorin Ursula Schmolke. Die Frauenbeauftragte, Pastorin Petra Isringhausen, ermunterte die Anwesenden, aus den vielen Möglichkeiten das Passende auszuwählen. In jedem Ort werden so eigene Schwerpunkte gesetzt.

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