Kunstausstellung »Unikat« öffnet am 16. und 17. November in der Haller Lederfabrik – mit Video
Vom Schafsfell bis Steampunk

Halle (WB). Reizvolle Einzelstücke in verwinkelten historischen Räumen, dazu die »Erforschung fremder Universen«: Die zehnte Kunstausstellung »Unikat« am Samstag und Sonntag, 16. und 17. November, verspricht einmal mehr spannende Einblicke.

Donnerstag, 07.11.2019, 09:15 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 09:30 Uhr

Zu den 20 heimischen und den weiteren 20 Gastausstellern gehören Anja und Andreas Wunderlich. Vermeintliche Alltagsgegenstände wie Fahrradfelge, Globus und Laser kombinieren sie auf genial-skurrile Weise zu einzigartigen Kunstwerken wie ihrer »Weltmaschine« – eben zu Unikaten. Viele dieser Kunstwerke verbinden einen Retro-Look mit futuristisch anmutenden technischen Funktionen. Steampunk nennt sich das Genre.

Explodiert die »Weltmaschine« noch?

Und die »Weltmaschine«? Werden die Besucher der »Unikat« bestaunen können. »Die Behörden haben sie aber noch nicht genehmigt; es kann durchaus sein, dass sie explodiert«, warnt Andreas Wunderlich. Na denn...

Künstler wie Wunderlich sorgen jedes Jahr für die besondere Anziehungskraft der Ausstellung »Unikat«. In diesem Jahr öffnet sie zum zehnten Mal ihre Türen der Alten Lederfabrik Halle an der Alleestraße 66. Schon der Charme der nostalgischen Industriearchitektur bildet einen reizvollen Rahmen für die zahlreichen Einzelstücke – Unikate –, die die Künstler hier präsentieren.

Japanische Brenn-Technik

Überhaupt versprechen die Gastgeber Kunst nahezu aller Art, wie Susanne Debour vom Kulturbüro der Stadt Halle ankündigt. Stellvertretend sei beispielsweise Gaby Masmann genannt: Raku nennt sich ihre Keramik-Brenntechnik. »Das Ganze stammt aus Japan. Bei 1000 Grad Temperatur wird im Ofen gebrannt«, erklärt die Versmolderin. Zu den individuellen Details von Krügen, Vasen und Anderem gehört daher auch in die Risse eingezogener Rauch.

Wie aus zwei Acrylbildern dank »two in one«-Technik eines entsteht, zeigt Marion Reuning. Gießharz verarbeitet Christine Klatt, Annette Mai verwendet für ihre Mode- und Wohnaccessoires handgefilzte Wolle von Schafsfell und Seide. Passend zum interkulturellen Projekt »Bewegte Leben« schuf Sieghard Watzke mehrere Installationen, die er drinnen und draußen präsentiert. Glasperlen aus der ganzen Welt verarbeitet Susan Barthold. »Zudem gibt es weihnachtliche Düfte aus Seifen und Ölen, und im Ausstellungsbistro können sich die Besucher stärken«, sagt Susanne Debour.

Die »Unikat« öffnet am Samstag, 16. November, von 13 bis 20 Uhr, am Sonntag, 17. November, von 13 bis 18 Uhr – Eintritt frei.

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