Kreissängerfest in Halle: 1000 Gäste und Chormitglieder erleben musikalische Leckerbissen – mit Video »Das sprengt alle Grenzen«

Halle (WB). Was für ein Finale: Mit rund fünf Stunden Live-Musik und der Präsentation eines umfangreichen Repertoires hat der Sängerkreis Halle am Samstag im Event-Center mit seinen Gästen nicht nur die Freude am gemeinschaftlichen Singen zelebriert, er gratulierte auf diese Weise auch den Städten Borgholzhausen, Halle, Versmold und Werther, die in diesem Jahr 300 Jahre Stadtrechte feiern.

Von Malte Krammenschneider
Viele starke Stimmen: Der Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold sorgt schließlich für den musikalischen Höhepunkt beim Kreissängerfest. Das Publikum erhebt sich nach diesem großen choralen Feuerwerk am Ende sogar zu Standing ovations.
Viele starke Stimmen: Der Christophorus-Jugendkammerchor aus Versmold sorgt schließlich für den musikalischen Höhepunkt beim Kreissängerfest. Das Publikum erhebt sich nach diesem großen choralen Feuerwerk am Ende sogar zu Standing ovations. Foto: Malte Krammenschneider

»Das heutige Großereignis bildet einen würdigen Abschluss der Aktivitäten und Feierlichkeiten«, sagte Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann. Ehrengäste wie der Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus, der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges und Landrat Sven-Georg Adenauer zeigten sich ebenso vom Wirken der Chöre begeistert. »Chor-Gesang verbindet und soll friedlich sein. Ihre Chöre gestalten viele Feste mit und laden zum Singen ein – Singen ist wundervoll«, sagte Adenauer, der gestand, am liebsten die Hymne seines Lieblings-Vereins  1. FC Köln anzustimmen.

Aus knapp 1000 Kehlen ertönt »Come together«

Hannelore Petschulat, Vorsitzende des gastgebenden und derzeit 20 Chöre umfassenden Sängerkreises Halle, betonte bei der Begrüßung der Gäste ebenfalls die gesellschaftliche Bedeutung der Chöre. Kreischorleiter Dietmar Gerbaulet nutzte die Gelegenheit, gleich den ersten musikalischen Beitrag anzustimmen. Aus knapp 1000 Kehlen ertönte das Lied des Chorverbandes Westfalen »Come together« – eine Premiere, die Lust auf mehr machte.

Was folgte, war ein umfangreiches Programm der heimischen Chöre, die jeweils zwei Lieder präsentierten. Nach dem schwungvollen Auftakt des Männerchores Amshausen betraten der MGV Liedertafel Werther und die Formation »Werthers Echte« die Bühne und präsentierten mitsamt eines Böckstiegel-Bildes den »Wanderlieder-Marsch« oder »Que Sera«. Die Sängerfreunde Borgholzhausen stimmten wenig später mit dem Gemischten Chor Kölkebeck »Mich trägt mein Traum« an, und der Männerchor Borgholzhausen verzückte mit »La Pastorella« von Walter Geiger.

Von der Krimi-Mimi bis zum kleinen grünen Kaktus

Gelungen waren auch die Auftritte des Gemischten Chores Versmold (»Sailing«, Elisabeth-Serenade), Sängerinnen und Sänger aus Greffen und Harsewinkel zeigten ihr Können, und auch aus Halle waren einige Chöre zugegen. Darunter »Mezzoforte«, der mit »Chim chim cheree« aus »Mary Poppins« überzeugte, der Frauenchor »Klangfarben« stimmte »Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett« an, die Sängergemeinschaft Künsebeck intonierte »Über sieben Brücken musst du gehen«, und der MGV Hörste mochte es mit »Mein kleiner grüner Kaktus« etwas schwungvoller.

Musikalischer Höhepunkt war jedoch der Auftritt des Christophorus-Jugendkammerchores aus Versmold, der mit dem Ensemble »Echo« ein chorales Feuerwerk entfachte, dass die Zuhörer zu stehenden Ovationen hinriss. Umjubelten Abschluss des durch und durch musikalischen Events bildete der aus Borgholzhausen stammende Kabarettist Martin Lüker. Mit einer Hommage an Nana Mouskouri stimmte er unter dem Titel »Weiße Rosen aus Arsen« am Klavier die aberwitzigsten Texte an und behauptete, Mouskouri auf einer Klassenfahrt kennengelernt zu haben. Gags, die bei den immer wieder lachenden Zuschauern offenbar super ankamen.

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Die Geschichte verbindet uns.

Versmolds Bürgermeister Michael Meyer-Hermann zum Jubiläum »300 Jahre Stadtrechte«

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Auch die Bürgermeister waren wie so viele Gäste sichtlich angetan vom Sängerfest und einhellig der Meinung, dass es im Jubiläumsjahr eine hervorragende Zusammenarbeit gegeben habe. »Die Geschichte verbindet uns«, befand Versmolds Stadtoberhaupt Michael Meyer-Hermann. Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann hofft, dass sich künftig wieder mehr Menschen für das Singen begeistern können. »Es tut einfach gut und sprengt alle Grenzen.«

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