Regionales »Azubi-Speed-Dating«: 400 Schüler aus dem Altkreis treffen auf 58 Firmen
Ein Tag für die berufliche Zukunft

Halle (WB). Es soll Glück bringen, einen Schornsteinfeger anzufassen. Nach dieser Logik brauchen sich Nico Schnoor, Sven Lahmann und Marcel Kiffe keine Sorgen mehr um ihre berufliche Zukunft zu machen.

Mittwoch, 09.10.2019, 17:53 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 17:56 Uhr
Beim »Azubi-Speed-Dating« haben Betriebe und Ausbildungswillige im Gerry Weber Event Center die Möglichkeit zum direkten Kontakt. Foto: Johannes Gerhards

Die drei Realschüler aus Steinhagen informieren sich am Stand von Peter Kröger und Christoph Schulte über den aktuellen Stand der Ausbildung zum Schornsteinfeger. Mehr als 400 Schüler der Jahrgänge neun und zehn treffen im Gerry Weber Event Center auf 58 Firmen mit 175 freien Ausbildungsplätzen. Dazu kommen fünf Informationsstände von Handwerkskammern, Innungen und der Bundesagentur für Arbeit.

Mehr als 400 Schüler

Während an der ersten Auflage vor einem Jahr nur 126 Schüler auf freiwilliger Basis teilgenommen haben, hat die Veranstaltung diesmal verpflichtenden Charakter in der Unterrichtszeit. Die fünf Kommunen aus dem Altkreis haben Busse bereit gestellt. Freiwillige Besucher und interessierte Eltern sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.

Das berichtet Christian Hanke-Labasch als Übergangscoach der PAB Gesamtschule in Borgholzhausen. Mit der gemeinnützigen GmbH Intal e.V., die seit mehr als 30 Jahren Menschen bei Berufswahl und dem Finden von Ausbildungsplätzen unterstützt, hat erstmals ein neuer Träger die Organisation der Veranstaltung übernommen.

Immer noch ist die Quote derer, die nach der 10. Klasse eine Ausbildung beginnen, viel zu gering.

Bodo Venker, IHK

Zur Eröffnung begrüßt Gastgeber Frank Heinkel neben den Bürgermeisterinnen aus Halle und Werther, Anne Rodenbrock-Wesselmann und Marion Weike auch deren Amtskollegen aus Borgholzhausen, Dirk Speckmann. Alle drei haben die Schirmherrschaft übernommen. Dazu gesellen sich Bodo Venker (IHK) und Christiane Nötzel von der Handwerkskammer OWL. Beide wollen die Betriebe beim Finden von Fachpersonal un­terstützen und Zeichen dafür setzen, dass mit einer Ausbildung viele Ziele erreicht werden können. »Immer noch ist die Quote derer, die nach der 10. Klasse eine Ausbildung beginnen, viel zu gering«, behauptet Bodo Venker in seiner Eigenschaft als Projektkoordinator zwischen IHK, Schule und Wirtschaft.

Positive Beispiele

Julius Alexander Kubach gehört zu denen, die vor einem Jahr bei der Azubi-Börse erfolgreich waren. »Er ist seit Anfang September bei uns«, sagt Sabrina Hennecke von der Kreissparkasse.

Neue Ausbildungswege zur Pflege

Christoph Langwitz, Einrichtungsleiter vom DRK Haus Ravenberg in Borgholzhausen, möchte die jungen Leute über neue Ausbildungswege zur Pflegefachkraft informieren. »In der Pflege gibt es viele zukunftssichere Jobs«, das ist für ihn keine Frage sondern eine Tatsache. Vor ihm steht eine auf zehn Minuten geeichte Sanduhr. Falls der Andrang zu groß ist, soll die Zeit für Gespräche entsprechend gekürzt werden, damit alle Interessenten die gleichen Chancen haben. Finanziert wird das »Dating« durch Spenden und Standgebühren.

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