Beim Bürger-Workshop in Halle Ideen für Gestaltung diskutiert – Bäume sollen geschützt bleiben
»Kastanienallee ist Haller Visitenkarte«

Halle (WB). Die Kastanienallee an der oberen Apothekerstraße bildet nicht nur das Entree zum Stadtwald, sondern auch zu den Wanderrouten am Südhang des Teutoburger Waldes. Derzeit wirkt aber vor allem die Dreiecks-Fläche am Fuße der imposanten Baumreihen wenig einladend und wird zum Unmut der Anwohner oft als Parkplatz missbraucht.

Dienstag, 08.10.2019, 03:00 Uhr
So sieht es momentan am Eingang der Kastanienallee aus – mit parkendem Auto.

In einem Bürger-Workshop hat die Stadt daher nun Ideen gesammelt, wie der Bereich umgestaltet werden kann. »Wir freuen uns, dass sie die Bereitschaft zeigen in der Stadt mitzugestalten«, sagte Fachbereichsleiter Jochen Strieckmann und freute sich, dass dem Aufruf zur Bürgerbeteiligung 13 Bürger, zumeist Anwohner der Apothekerstraße, gefolgt waren. Diese hatten sich zuvor Gedanken gemacht, was mit der diskutierten Fläche geschehen könne und der Architekt Robin Timmermeister präsentierte sogar eine mehrseitige Konzeptstudie, die er ehrenamtlich angefertigt hatte.

Bürger begrüßen, mit beteiligt zu werden

Den Bürgern scheint es wichtig zu sein, wie der Eingang zum Stadtwald aussieht, was auch Stefan Gerdröwekamp bestätigte. »Zunächst einmal finde ich gut, dass wir Bürger mit eingebunden werden. Wie ich finde, ist der Bereich der Kastanienallee eine Visitenkarte, die dringend schöner gestaltet werden muss, da dort auch viele auswärtige Wanderer vorbeikommen«, erklärte der Anwohner. Mit seiner Frau Petra hatte er die Vorschläge auf den von den Organisatoren aufgestellten Pinn-Wänden befestigt, welche nach den vier Kategorien Verweilen, Parken, Information und darüber Hinausgehendes sortiert waren.

Keine versiegelten Parkplätze

In Kleingruppen wurden die vorgebrachten Ideen diskutiert und in einer zweiten Runde per Punktevergabe priorisiert. Wobei sich die beteiligten Bürger zum einen kompromissbereit, aber dennoch entschlossen zeigten. So war es der ausdrückliche Wunsch von Historikerin Dr, Katja Kosubek. die alten Buchen vor Ort zu erhalten. Denn diese würden »eine zauberhafte Welt« schaffen, die man nicht zerstören dürfe. Aus diesem Grund soll es auch keine versiegelten Parkplätze vor Ort geben sondern lediglich Hinweise auf Parkmöglichkeiten. Darüber hinaus sollen die Infotafeln, wenn es nach den Workshop-Teilnehmern geht, zukünftig den Titel »Landschaftspark Hagedorn« tragen, was eine optimale Ergänzung zum angrenzenden Geschichtspfad sei.

Wie Strieckmann erklärte, werden die beliebtesten Ideen nun geprüft. »Wir schauen, was realisiert werden kann und wollen dann eine Vorlage für die Politik schreiben«, so der Kämmerer der Stadt Halle, laut dem der Fachausschuss für Kultur und Tourismus sich am 25. November mit der dann fertiggestellten Vorlage beschäftigen soll. Hierzu wurden auch die Teilnehmer eingeladen, die allesamt hoffen, dass ihre Ideen und Vorschläge auch in die Tat umgesetzt werden.

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