»Hohe Nachfrage«: Georg-Müller-Schule will jetzt auch in Herford bauen
GMS gibt Schulpläne in Halle nicht auf

Halle (WB/SKü). Der Trägerverein der christlich ausgerichteten Georg-Müller-Schule (GMS) versucht weiterhin ein Grundstück in Halle zu bekommen, um hier eine Schule der Sekundarstufe I aufzubauen.

Sonntag, 06.10.2019, 08:05 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 13:06 Uhr

Leer stehendes Schulgebäude in Herford-Elverdissen soll übernommen werden

Davon unbenommen bemüht sich die GMS derzeit um die Übernahme eines leer stehenden Schulgebäudes in Herford-Elverdissen, um dort zunächst eine Grundschule aufzubauen. In Herford hat sich die evangelikale Privatschule um den Kauf der ehemaligen Hauptschule Elverdissen beworben.

Beginn mit zweizügiger Grundschule?

Die Stadt Herford diskutiert derzeit verschiedene Konzepte zur weiteren Nutzung der Liegenschaften. Michael Pieper, Geschäftsführer der GMS, argumentiert, dass ein »ausdrücklicher Elternwille nach Gründung einer privaten Bekenntnisschule in Herford« bestehe. In Elverdissen könnte den Vorstellungen der GMS zufolge zunächst eine zweizügige Grundschule für 240 Kinder und auf längere Sicht auch eine Sekundar- oder Gesamtschule aufgebaut werden.

Keinen Einfluss auf Pläne in Halle

Solch langfristigen Überlegungen in Herford hätten auf die Schulbau-Pläne in Halle jedoch keinen Einfluss. Das hat am Freitag Günter Schieb betont, der Vorstandsmitglied im Trägerverein der Georg-Müller-Schule ist. Der 73-jährige Haller hat nach eigenen Angaben seit dem Scheitern der GMS-Schulbaupläne auf dem Borgers-Gelände am Klingenhagen in Halle mehrfach Gespräche mit Eigentümern über mögliche Grundstücks-Alternativen geführt.

Auf Grundstück angewiesen

Zu einem Erfolg haben diese Bemühungen bislang nicht geführt. »Wir sind als Trägerverein darauf angewiesen, dass wir ein Grundstück kaufen können. Auch eine Erbpacht-Lösung über 99 Jahre wäre noch denkbar. Aber eine normale Anmietung ist bei den großen Investitionen, die wir für eine neue Schule leisten müssten, für uns ein zu großes Risiko«, verdeutlicht Schieb Hintergründe. Gleichwohl will er unverdrossen weitere Gespräche führen, um vielleicht doch noch an ein passendes Grundstück für eine zweizügige Realschule für bis zu 300 Schüler in Halle zu finden. »Die Nachfrage nach einer solchen Schule für den Nordkreis Gütersloh ist nach wie vor hoch«, sagt Schieb.

Kinder fahren bis nach Bielefeld

Derzeit nehmen es viele Eltern zum Beispiel auch aus Harsewinkel und Versmold in Kauf, dass ihre Kinder bis nach Bielefeld fahren, um die dortige Gesamtschule oder das Gymnasium der GMS zu besuchen. So wichtig ist diesen Eltern die christliche Erziehung an der Privatschule. Im Altkreis Halle betreibt die GMS bislang nur eine Grundschule in Steinhagen. »Die drei Klassen dort sind alle voll«, verdeutlicht Schieb. Der Bau einer weiterführenden Schule in Steinhagen ist bislang nicht möglich.

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