Das Land NRW gibt 40 Prozent der Gesamtkosten
Ausbau von Glasfasernetz kann starten

Halle (WB/SKü). Es stand laut Jochen Strieckmann »Spitz auf Knopf«, ob die Millionen-schweren Zuwendungsbescheide für den Ausbau des Breitbandnetzes im Haller Außenbereich noch rechtzeitig eintreffen würden.

Dienstag, 01.10.2019, 17:29 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 17:38 Uhr
Weiterer Meilenstein im Haller Breitbandprojekt für Johannes Wiese und Jochen Strieckmann: Katharina Fiebig (rechts) und Maurice Kleffel (links) von der Geschäftsstelle Gigabit.NRW (Detmold) überbringen das wertvolle Papier persönlich, denn es ist höchste Zeit, dass mit dem Bau des Haller Gigabit-Netzes begonnen werden kann.

Doch dann konnte der Kämmerer und nebenamtliche Geschäftsführer der städtischen Tochterfirma hallewestfalen.net GmbH am Dienstag erleichtert aufatmen. Die Förderbescheide waren auf den letzten Drücker eingetroffen. »Mir fällt eine Last von der Schulter. Die Bauaufträge können nun vergeben werden«, sagte er.

Neben Bergkamen einzige Kommune in NRW

Wie berichtet, baut die Stadt Halle neben Bergkamen als einzige Kommune in NRW mit einem Betreibermodell das Netz für die Breitbandversorgung im Außenbereich aus. Wenn das Projekt voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen ist, werden rund 1000 Haushalte in Ortsteilen wie Kölkebeck, Eggeberg, Ascheloh oder Hesseln über das schnellstmögliche Internet verfügen können. Denn es werden Glasfaserkabel bis direkt an die Häuser gelegt.

Förderbescheide von Bund und Land ließen auf sich warten

Die Ausschreibungen für die Planung und den Ausbau des Netzes waren auch längst erfolgt. Doch die Förderbescheide von Bund und Land ließen auf sich warten. »Das liegt an dem wirklich komplizierten und schwierigen Verfahren«, erläutert Strieckmann. Doch wären die Bindefristen für die erfolgten Angebote zum Beispiel der Tiefbauunternehmen verstrichen, hätten Ausschreibungen mit großem Zeitverlust neu gestartet werden müssen.

Förderbescheid des Bundes über 9,366 Millionen Euro

Letztlich lief nun am Freitag der Förderbescheid des Bundes über 9,366 Millionen Euro (50 Prozent der Gesamtsumme) per Mail ein. Und am Dienstag wurde der Förderbescheid des Landes über 7,493 Millionen Euro (40 Prozent) von Boten der Bezirksregierung der Stadt übergeben. Das Land hatte bisher erst rund drei Millionen Euro bewilligt. Halle selbst wird 10 Prozent oder etwa 1,8 Millionen Euro der Ausbaukosten tragen. »Für fast 17 Millionen Euro Fördergelder bekommen die Haller im Außenbereich so ein Top-Angebot für den bestmöglichen Breitbandanschluss«, sagt Strieckmann. Für Freitag, 11. Oktober, ist in Kölkebeck s der erste Spatenstich angesetzt. Wenn dann alles planmäßig läuft, soll der Ausbau in eineinhalb Jahren über die Bühne gehen, sodass spätestens 2021 im Außenbereich die Glasfaseranschlüsse zur Verfügung stehen.

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