Clubhaus des SC Halle und städtisches Sportlerheim an der Masch eröffnet
Wo der Sport eine Heimat bekommt

Halle (WB). Mit Schleife drum wäre es das passende Geburtstagsgeschenk zum 100-jährigen Bestehen. Die ganz großen Feierlichkeiten sind aber erst am 8. November um exakt 19.19 Uhr geplant, um an das Gründungsjahr zu erinnern. Dennoch ist die Freude groß beim größten Sportverein von Halle.

Montag, 09.09.2019, 08:00 Uhr
Ihre Freude über den neuen Multifunktionsraum für Yoga, Rehasport, Gymnastik und Tanzen bringen (von links) Karin Kerwien-Lütjerath, Matthias Reich und Sandra Ebert bei der Einweihungsfeier zum Ausdruck. Foto: Johannes Gerhards

Denn nach etwas holpriger Bauphase kann der SC Halle ab sofort sein neues Vereinsheim nutzen. »Wir haben die Umbauplanung wie bei einem Hochsicherheitstrakt geheim gehalten«, sagt der Vorsitzende Wolfgang Rehschuh vor rund 120 Besuchern in Anspielung auf das »kleine Missgeschick« beim ersten Versuch.

 

Keine privaten Feiern

Der immer noch nicht ermittelte Brandstifter, der im Juni 2017 den an anderer Stelle errichteten Rohbau abfackelte, sollte keine Gelegenheit erhalten, sein Delikt zu wiederholen. »Die Zusammenlegung mit der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft hat eine neue Dynamik zur Verlagerung der Sportinfrastruktur ermöglicht«, so Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann in ihrem Grußwort.

Wenn die beiden neuen Sportplätze – einer davon mit 400-Meter-Laufbahn und einem Kunstrasenplatz – fertig sind, werde sich das Haus erst richtig mit Leben füllen, glaubt Vorstandsmitglied Liborius »Bori« Rzeha. In Bezug auf aktuelle und zukünftige Nutzung hält Wolfgang Rehschuh einige erklärende Worte für erforderlich. Der rote Teil als städtisches Gebäude einschließlich des Gastronomieraumes stehe nach Abstimmung grundsätzlich allen Vereinen zur Verfügung. Privatfeiern seien hier allerdings nicht geplant. Der SC Halle habe mehr als 6.000 Euro in die Theke des Gemeinschaftsraums investiert und sich auch ansonsten intensiv in die Planung mit eingebracht. Der graue Gebäudeteil, in dem neben Archiv-, Lager- und Kraftraum auch das Vereinsbüro und ein Multifunktionsraum untergebracht sind, versteht sich im Gegensatz zum roten Sportlerheim als Clubhaus des SC Halle. »Die Priorität der Nutzung liegt deswegen auch zunächst in unseren Händen«, betont Wolfgang Rehschuh. Auch wenn man beim Bau der Sportplätze »leicht in Verzug« liege, überwiege nun die Freude über den Einzug in die tollen neuen Räumlichkeiten.

600.000 Euro Gesamtkosten

Der Vorsitzende bedankt sich bei allen, »die Hand angelegt haben, uns mit Rat und Tat oder als Sponsoren unterstützt haben« und verspricht, auch weiterhin qualitativ hochstehenden Sport anzubieten. »Hier wächst etwas zusammen«, findet auch der stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Udo Kerwien, und lobt den neuen attraktiven, sportlichen Mittelpunkt von Halle. Nach dem Abriss des Hallenbades sei viel Herzblut und ehrenamtliche Arbeit investiert worden, »um dicke Bretter zu bohren«. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 600.000 Euro verteilen sich auf einen 50-prozentigen Festzuschuss der Stadt, Eigenleistungen im Wert von etwa 100.000 Euro und diversen Spenden. Nicht zuletzt musste der Verein einen Kredit über 150.000 Euro aufnehmen.

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