Die Gesamtschule Halle feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Schulfest
Weltrekord in »Stille Post«

Halle (WB). Die Gesamtschule Halle wächst allmählich ins schulpflichtige Alter: Den fünften Geburtstag haben Schüler, Lehrer, Eltern und Vertreter der Stadt am Freitag mit einem großen Schulfest gefeiert.

Samstag, 07.09.2019, 03:00 Uhr
Um ein Haar schaffen es die Schüler. Doch beim Tauziehen gegen ein Lehrerteam fehlt ein bisschen Kraft. Oder hat das Publikum nur nicht lautstark genug angefeuert? Foto: Genuit-Thiessen

Und mit einem gelungenen Rekordversuch: 83 Schüler und Schülerinnen spielten in der Mensa »stille Post«. »Fünfter Geburtstag« wisperten sie sich nach und nach ins Ohr – und hatten am Ende sogar noch anderthalb Sekunden von ihren drei Minuten übrig. Jetzt muss der Spaß, den Lehrerin Katrin Laubenstein und Schulleiterin Almuth Burkhard-Bader organisiert hatten, nur noch der Kommission weitergemeldet werden für eine Eintragung in das weltberühmte Guinness-Buch der Rekord.

692 Schüler und 69 Lehrer

Ernste Worte der Schulleiterin hatten zuvor ein buntes Programm mit Tauziehen, Dosenwerfen, Seifenblasen und vielem mehr eingeleitet. 692 Schüler und Schülerinnen in den Jahrgängen fünf bis zehn besuchen derzeit die Schule, deren Gründung damals politisch umstritten und hart umkämpft war. Eine Entscheidung, die »gelegentlich noch heute kontrovers diskutiert» werde, wie Almuth Burkhardt-Bader in ihren Begrüßungsworten sagte. Sie erinnerte daran, dass die Schule des gemeinsamen Lernens nach wie vor Vielfalt als Chance begreife.

 

Schule hat Wurzeln in der Stadt

Begonnen hat die stets gewachsene Schule vierzügig. Heute arbeiten 69 Lehrer und pädagogische Mitarbeiter an der Gesamtschule, der 2020 die Oberstufe ins Haus steht, wie Torsten Indiesteln als Vertreter der Eltern sagte. »Eine Schule, die wächst, bildet auch Wurzeln«, verwies die Schulleiterin auf die Kooperationen mit dem Leben in der Stadt Halle und ein lebendiges Schulleben und bedankte sich bei der Stadt. Sie habe Rahmenbedingungen geschaffen, von denen Schulen in anderen Kommunen nur träumen könnten. Im Hinblick auf die Zukunft stehe man allerdings noch immer vor einer nicht kleiner werdenden »Herkulesaufgabe«.

 

An den würdevoll verlaufenen Abschied von der Realschule erinnerte Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann. Auch sie unterstrich das ungeheure Arbeitspensum, dass eine Schule im Aufbau mitbringt. Um dem Kollegium, dem sie ein großes Kompliment machte, einmal eine »Zeit zum Verschnaufen« zu geben, verschenkte sie Gutscheine für Stadtführungen samt einem Einkehrschwung. Die Startschwierigkeiten und den bisweilen holprigen Weg sprach auch Torsten Indiesteln an, bevor Nicola Schneider und Sonja Wunsch vom Förderverein sowie Nergiz Akman und Dennis Riedel als Schülersprecher die Gäste begrüßten.

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