Im Herbst soll von Süden neue Stromleitung bis zur Umspannanlage Hesseln verlegt werden Amprion schickt die Bautrupps

Halle/Steinhagen/Borgholzhausen (WB/kg). Amprion bereitet den Baustart für Herbst 2019 vor: Der Abschnitt Gütersloh – Hesseln des Gesamtvorhabens Gütersloh – Wehrendorf ist der erste von vier Abschnitten der EnLAG 16 Höchstspannungsverbindung, der kurz vor Abschluss des Planfeststellungsverfahrens steht.

Amprion geht davon aus, dass die Bezirksregierung Detmold im dritten Quartal 2019 einen Planfeststellungsbeschluss erlässt. Unmittelbar im Anschluss soll auf dem rund 20 Kilometer langen Bauabschnitt von Gütersloh über Ummeln und durch die Patthorst bis Hesseln die neue Leitung gebaut, die alte demontiert werden.

Der Erörterungstermin für diesen Abschnitt fand im November 2017 statt. Auf der Strecke will man die derzeit 80 Maste durch 56 neue ersetzen – also gibt es zukünftig rund ein Drittel weniger Maststandorte. Die Höhe der neuen Masten ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten. Sie liegen zwischen 65 und 78 Meter und sind damit gut zehn Meter höher als die bisherigen, bestätigte Amprion-Sprecherin Karin Schirrmacher. Auf den neuen Masten werden zwei 380-kV Stromkreise geführt. In der Einführung zur Umspannanlage Hesseln werden zusätzlich zwei 110-kV Stromkreise der Westnetz auf einer Länge von ca. 1,2 Kilometer mitgenommen.

Auf den rund acht Kilometer auf Haller Stadtgebiet liegen etwa 20 Masten. Betroffen sind in Halle rund 40 private Eigentümer. Insgesamt sind es gut 120 private Eigentümer.

Für die Arbeiten sei es erforderlich, die einzelnen Maststandorte zum Personal- und Materialtransport mit Fahrzeugen und Maschinen anzufahren. Vor der Inanspruchnahme der betroffenen Flächen wollen Amprion und die beauftragten Firmen die Details mit Grundstückseigentümern und Pächtern abstimmen. Auch nach dem Erörterungstermin laufen noch einzelne Gespräche, vor allem zu Mastverschiebungen.

Die Anbindung Hesseln an das 380 kV-Netz gilt als wesentlicher Baustein. Nach Information des Unternehmens ist es wünschenswert, den Leitungsbau bis zum Umspannwerk bis 2021 abzuschließen.

»Dieses Projekt ist eine der Hauptschlagadern der Energiewende im nördlichen Übertragungsnetz von Amprion«, sagte Projektleiter Jörg Finke-Staubauch. Die geplante Leitung soll die bestehende 220-kV Leitung in vorhandener Trasse ersetzen und die Umspannanlage Hesseln zunächst von Süden anschließen. Die folgenden Abschnitte können erst nach Fertigstellung des ersten Abschnitts und nach dem Abschluss der Genehmigungsverfahren in die Bauphase gehen. Die Anbindung der Anlage Hesseln an das 380-kV-Netz sei jedoch ein wesentlicher Schritt, um aufgrund der technischen Abhängigkeiten weitere Maßnahmen im nördlichen Übertragungsnetz umsetzen und die Energieversorgung der Region sicherstellen zu können. »Daher haben wir hier einen eng gesteckten Zeitplan und werden nach Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses zeitnah mit den Arbeiten vor Ort beginnen«, so Jonas Aßhoff, der verantwortlich für den Bau der Freileitung ist.

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