Schule des Haller Vereins Good Hope-Centre in Tansania im Landesvergleich stark
Glückliche Kinder lernen gut

Halle (WB). Das Dorf Ngorika liegt nicht in der Wüste, sondern im Kilimandscharo-Gebiet in Tansania. Wasser gibt es genug. Sauberes Wasser ist hier das Problem, dem sich in verstärktem Maße jetzt auch der Haller Verein Good Hope-Centre stellen muss. Nächstes Projekt ist die Installation einer leistungsstarken Filteranlage.

Dienstag, 04.06.2019, 05:00 Uhr
Die neuen Spielgeräte kommen bei den Kindern gut an. Immer in der Mittagspause tummeln sich bis zu 250 Schüler auf dem Freigelände und können sich dank der Spende richtig austoben. »Jeder Cent kommt in Tansania an«, betont Peter Schulte. Foto: C. Matthiesen

Seit zwölf Jahren unterstützt Good Hope, auf Initiative und unter Vorsitz von Peter Schulte, Einrichtungen für Waisenkinder in Tansania. Zuerst war der Plan, ein bestehendes Waisenhaus zu fördern, der am 15. Mai 2007 gegründete Verein kam aber schon bald zu dem Schluss, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Und das ist geschehen. Gemeinsam mit einer holländischen Partnerorganisation wurden ein Waisenhausund eine Schule errichtet, das »Happy Watoto Homes and Schools«. 104 Kinder haben hier ein neues Zuhause gefunden, weitere 170 aus der Umgebung werden mit beschult.

Auch weiterer Schulbesuch wird vom Verein finanziert

Und das ganz erfolgreich, wie Peter Schulte aus älteren und aktuellen Berichten vorweisen kann. Im Distrikt Arusha sind 2018 die Leistungen von 67 Schulen in den Abschlussprüfungen erfasst worden. Die 33 Kinder der »Happy Watoto«-Schule haben 189 von 250 möglichen Punkten erreicht und damit Platz sechs belegt. Landesweit bedeutet das unter 6726 Schulen Platz 465. »Und alle haben bestanden«, freuen sich Annette und Peter Schulte. Ein hoher Beamter der Distriktverwaltung hat die Schule bei einer Veranstaltung ausdrücklich gelobt.

Der Verein aus Halle lässt die Kinder auch nach der Schulzeit nicht allein. Wer eine weitergehende Schule besucht oder gar studiert, bekommt das von Good Hope finanziert. Viele steigen auch erfolgreich direkt ins Berufsleben ein, Englisch als »Amtssprache« in der Schule öffnet da viele Türen. Bei der letzten Visite in Tansania haben die Vorstandsmitglieder sechs ihrer Ehemaligen besucht: einer will Kunstmaler werden, Metallarbeiter sind darunter, ein Schreiner, Mädchen in der Gastronomie und eine lernt in der Finanzbuchhaltung der »Happy Watoto«-Schulverwaltung.

Neuer Hochleistungsfilter für die Wasserversorgung

Erst zehn Jahre alt sind die Gebäude in Ngorika, aber schon zum ersten Mal gründlich renoviert worden. Die oft zugigen, schlecht schließenden Holztüren sind samt Zargen gegen magnetisch schließende Metalltüren ausgetauscht worden. Und die doch nicht hart genug gebrannten Klinkerziegel der Schul- und Wohngebäude sind überputzt und bunt gestrichen worden. Draußen gibt es jetzt einen tollen Spielplatz mit Türmen und Kletternetzen, finanziert aus Spenden zu Annette Schultes Geburtstag.

Nach der Renovierung präsentieren sich Schul- und Wohngebäude von »Happy Watoto Homes & Schools« in leuchtenden Farben.

Nach der Renovierung präsentieren sich Schul- und Wohngebäude von »Happy Watoto Homes & Schools« in leuchtenden Farben. Foto: C. Matthiesen

Nächstes Projekt ist die Wasserversorgung. Der eigene Anschluss läuft zwar von Beginn an und versorgt sogar die Dorfbewohner mit, aber die simple Filteranlage entspricht eigentlich nicht allen hygie­nischen und gesundheitlichen Ansprüchen. Unter vielen möglichen und teilweise wohl auch windigen Angeboten hat sich der Vereinsvorstand jetzt doch für eine Anlage aus Deutschland entschieden. »Das ist schon ein kleines Wasserwerk«, sagt Peter Schulte über das bis zu 50.000 Euro teure Projekt. Die Investition ist nötig, weil im Grundwasser sehr viele unerwünschte Zusatzstoffe enthalten sind. Ein Problem ist beispielsweise der hohe Fluorgehalt, der bei ungefiltertem Gebrauch die Zähne gelb verfärbt und sich auch auf die Stabilität der Knochen auswirken kann.

Die nächsten Projekte, um auch in Halle wieder Spenden einzuwerben, stehen schon vor der Tür. Kaffee aus Tansania wird demnächst im Speicher verkauft, von jedem Paket geht ein Euro an den Verein. Und am 24. und 25. August steigen wieder Gala-Abend und das Promi-Golfturnier. Weitere Informationen im Internet.

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