Realschüler feiern in Halle Wiedersehen 50 Jahre nach ihrem Schulabschluss
Sportunterricht noch im Keller

Halle (WB). Ohne Frontscheibe mit dem Bus über die Autobahn, Sport-Unterricht im Keller und ein Tänzchen im Berliner Europa-Center. Die ehemalige 10 A der Realschule Halle hat während ihrer Schulzeit Aufregendes erlebt, wovon sie sich untereinander immer wieder gerne erzählen.

Montag, 03.06.2019, 05:00 Uhr
50 Jahre nach ihrem Abschluss trafen sich am Samstag die ehemaligen Haller Realschüler. Auf dem Programm stand unter anderem eine Führung über das Gelände des Wasserschlosses Tatenhausen. Auch Walter Treichel (rechts) als einer von zwei ehemaligen Lehrern ließ sich das Wiedersehen nicht nehmen. Foto: Krammenschneider

So zum Beispiel am Samstagnachmittag, als sich 26 einstige Klassenkameraden des Abschlussjahrgangs 1969 trafen, um nach einer Schlossführung in Tatenhausen im Hotel Hollmann die vergangenen Zeiten Revue passieren zu lassen. »Es ist bereits unser sechstes Treffen. Von 30 Personen die ich angeschrieben habe, sind 26 gekommen. Das ist toll«, sagte Angelika Mikoteit, die das Klassentreffen gemeinsam mit Ingrid auf der Heide organisiert hatte. Mit dabei waren zur Freude der Anwesenden mit Friedhelm Rieke (Chemie und Sport) sowie Walter Treichel (Mathe) auch zwei ehemalige Lehrer, die es sich nicht nehmen lassen wollten zu erfahren, was aus ihren ehemaligen Schützlingen geworden ist.

Auch damals Zettelchen statt WhatsApp geschrieben

Einige zog es in die weite Welt hinaus bis nach Südafrika, andere ließen sich im Laufe der Zeit in Köln oder dem Allgäu nieder, doch ein Großteil der Schüler blieb in der Region. »Hier ist es ja auch richtig schön, sagte Angelika Mikoteit, die an ihre Schulzeit ausschließlich positive Erinnerungen hat. Damals befand sich die Realschule übrigens noch dort, wo heute das Berufskolleg zu Hause ist. »Während wir zur Schule gingen, wurde gerade die Sporthalle gebaut. Darum hatten wir teilweise im Keller oder draußen Sportunterricht«, erinnert sich Ingrid auf der Heide an die kuriosen Zustände.

»Es war ein disziplinierter Unterricht. Wir konnten aber schon damals Zettelchen untereinander austauschen. Die Lehrer gingen damit unterschiedlich um«, erklärte Angelika Mikoteit, die sich auch gut an die beiden erlebnisreichen Klassenfahrten erinnern kann. Auf der Rückfahrt von Boppard am Rhein sei beispielsweise ein Vogel in die Windschutzscheibe des Busses geflogen, was letztendlich dazu führte, dass die letzten 150 Kilometer auf der Autobahn ohne Scheibe zurückgelegt werden mussten.

Spannende Abschlussfahrt zu Berliner Grenzübergängen

Spannend sei auch die Abschlussfahrt nach Berlin gewesen, bei der die Schüler mehrere gut bewachte Grenzübergänge passieren mussten. »Wir durften keine Zeitungen oder Fotoapparate mitnehmen. Als wir kontrolliert wurden, war das schon beängstigend«, erzählte Mikoteit, die mit ihren Mitschülern in Berlin mit Disco- und Theaterbesuchen aber auch schöne Momente erlebte. »Wir haben auch beim Tanztee im Europa-Center mitgemacht. Dafür wurde zuvor extra im alten Hollmann Saal geübt«, so Mikoteit, die sich jetzt schon auf das nächste Klassentreffen freut, was nun alle zwei Jahre stattfinden soll.

Sie wies zudem noch einmal auf das Abschiedsfest der Realschule hin, das am 6. Juli stattfindet. Alle Ehemaligen sind dazu herzlich eingeladen – mit Anmeldungen.

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