Der Rotary-Club Halle schickt in diesem Jahr fünf junge »Botschafter« in die Welt
Quintett offen für den Austausch

Halle (WB). Nicht ein oder zwei – gleich fünf Jugendliche aus dem Altkreis können sich in diesem Jahr über die Teilnahme am Rotary-Schüler-Austauschprogramm freuen. Für die Heranwachsenden beginnt damit nach den Sommerferien eine spannende Reise, auf der sie die Bevölkerung, die Kultur sowie die Lebensgewohnheiten im jeweiligen Gastland kennenlernen und wertvolle Erfahrungen für die Zukunft sammeln.

Donnerstag, 09.05.2019, 12:00 Uhr
Foto: Malte Krammenschneider

Dass man neben Kulturerfahrung und der Vertiefung einer Fremdsprache bei einem solchen Austausch auch viele neue Freunde finden kann, bewies beispielsweise die 18-jährige Carina Behrmann. Sie war vor zwei Jahren in Brasilien und hat an ihre Zeit in Südamerika ausschließlich positive Erinnerungen. »Die Menschen waren offenherzig und haben es mir leicht gemacht. Es sind Freundschaften entstanden, die bis heute halten«, sagt Behrmann und empfiehlt den diesjährigen Austauschschülern, sich möglichst ohne Erwartungen oder auch Vorurteile auf den Weg zu machen, um nicht enttäuscht werden zu können.

Rotary fördert freie und offene Gesellschaft

Davon ist ohnehin nicht auszugehen, denn auf die Jugendlichen wartet eine Zeit voller neuer Eindrücke. Die Förderung der Selbstständigkeit, der Blick über den Tellerrand und die Stärkung des Selbstbewusstseins zählen zudem zu willkommenen Nebeneffekten und machen das Austauschprogramm von Rotary, an dem jedes Jahr rund 650 Schüler aus ganz Deutschland teilnehmen, zu einem wertvollen Engagement. »Es ist wichtig, sich für Internationalität und gegen nationale Egoismen einzusetzen. Durch das Kennenlernen fremder Kulturen wird eine freie und offene Gesellschaft gefördert«, erklärt der Haller Rotary-Präsident, Dr. Andreas Thelemann.

»Ich freue mich schon auf die Erfahrungen«, sagt derweil Laura Vredenburg von der PAB-Gesamtschule Borgholzhausen, die sich ab August für zwölf Monate in Kanada befinden wird. Maja Hagemann vom Versmolder CJD-Gymnasium zieht es derweil ins portugiesische Santa Luzia, Marcel Behrmann (CJD) verbringt ein Jahr in Chile, Joe Flottmann (CJD) fliegt nach Kolumbien und Leon Theis (CJD) vertritt die Ostwestfalen in Mexico.

Im Gegenzug sollen in nächster Zeit fünf junge Menschen aus anderen Ländern bei Gastfamilien im Versmolder Raum verbringen. Bereits angekommen ist die 17-jährige Brasilianerin Giovanna Nunes. Die Schülerin aus der Küstenstadt João Pessoa am Atlantik spricht bereits ein wenig deutsch, und berichtet von Vorurteilen, die sich eindeutig nicht bestätigt hätten. »In Brasilien sagen sie, die Leute in Deutschland sind kühl. In Wahrheit sind sie aber sehr offen. Ich mag sie«, sagt die junge Südamerikanerin mit einem Lächeln im Gesicht.

Wie Jugenddienstbeauftragter Stephan Seck betont, können sich Jugendliche aktuell bereits für das Austauschprogramm im nächsten Jahr bei ihrem Rotary Club vor Ort bewerben. Teilnehmen können schulpflichtige Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren (der 18. Geburtstag darf zu Beginn des Austauschjahres am 1. August noch nicht erreicht sein). Anforderungen an die Bewerber sind Anpassungsfähigkeit, Neugier, Selbstständigkeit sowie Kenntnisse über das eigene und das Gastland. »Sie sollen als Botschafter des guten Willens und der Völkerverständigung ihr Heimatland in der Welt vertreten«, erklärte Pressesprecher Jürgen Bonnet.

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