WB-Aktion mit Landesbetrieb: Grünbrücken-Besichtigung und Fahrt über A33-Baustelle
Öko-Experte kommt für unsere Leser

Halle (WB). Das A33-Teil­stück zwischen Halle und Borgholzhausen könnte sogar in Rekordstatistiken geführt werden: als grünstes Autobahnstück in Deutschland. Auf nur vier Kilometern gibt es sechs Grünbrücken. Damit fliegende und laufende Tiere heile über die Schnellstraße kommen.

Dienstag, 07.05.2019, 05:00 Uhr
Die Grünbrücke Eschweg soll mit einer Baumreihe als Orientierungshilfe Steinkäuzen über die Autobahn helfen. Sie ist 33 Meter lang und 40 Meter breit. Foto: Klaus-Peter Schillig

Warum sind Grünbrücken nötig? Warum gibt es hier so eine große Dichte? Warum sind sie unterschiedlich bepflanzt? Welchen Tieren helfen sie konkret? In der Bevölkerung kursieren viele Fragen rund um die Bauwerke, mitunter auch Kopfschütteln wegen der hohen Kosten für kleine Tiere. Zehn WESTFALEN-BLATT-Leser haben am Mittwoch, 15. Mai, die Chance, sich vor Ort von Michael Hilkenbach, Naturschutz-Experte des Landesbetriebes Straßen NRW, alles Wissenswerte zu den Grünbrücken über der A33 erzählen zu lassen.

Letzte Lücke wird noch in diesem Jahr geschlossen

Wer dabei sein möchte (Siehe unten) sollte sich an jenem Mittwoch den späten Nachmittag freihalten. Und möglichst ein Auto mitbringen, denn vorgesehen ist eine Fahrt im eigenen Pkw über das noch nicht freigegebene A33-Teilstück zu den Grünbrücken.

Insgesamt 7,4 Kilometer lang ist die letzte Lücke in der Autobahn zwischen der Haller Westumgehung und der B 476 in Borgholzhausen, Ende diesen Jahres soll auch sie geschlossen werden. Im aktuellen Projektreport des Landesbetriebes Straßen NRW ist aufgeführt, was in den nächsten Monaten noch zu erledigen ist.

Zehn Prozent der Gesamtkosten für Grünbrücken

Im laufenden Quartal sind das restliche Lärmschutzwände vom Clever Bruch bis zu B 476 sowie vom Paulinenweg bis zum Clever Bruch. Die Schilderbrücken sollen im dritten Quartal (bis Ende September) stehen, die Notrufsäulen dann im vierten Quartal angeschlossen werden. Noch beauftragt werden die Stahlschutzplanken und Betongleitwände, die Markierungsarbeiten und die Beschilderung im nachgeordneten Straßennetz. Das alles soll im dritten Quartal ausgeführt werden.

In diesem Jahr werden noch rund 14 Millionen Euro verbaut, bis Ende 2018 waren es im gesamten Abschnitt 7.1 zwischen Künsebeck und Borgholzhausen 129,8, macht insgesamt Baukosten von knapp 145 Millionen Euro. Davon entfallen fast genau zehn Prozent, nämlich 14,5 Millionen Euro, auf die Grünbrücken. Weitere 13,2 Millionen wurden für Ausgleichsmaßnahmen und 3,2 Millionen für Irritationsschutzwände ausgegeben. Die dienen, wie die meisten Brücken, vor allem dem Fledermausschutz. Eine Brücke ist speziell für den Steinkauz mit nur einer Baumreihe bepflanzt.

So kann man dabei sein

Mit dem Auto über die noch nicht fertige A 33 rollen, eine oder mehrere Grünbrücke(n) besichtigen, Informationen aus erster Hand bekommen – wer da mit jeweils einer Begleitperson dabeisein möchte, kann sich ab sofort bis einschließlich diesen Mittwoch, 8. Mai, per E-Mail direkt unter halle@westfalen-blatt.de bewerben. Bei mehr als zehn Einsendungen entscheidet das Los. Treffpunkt und Zeit werden den Teilnehmern direkt mitgeteilt.

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